1. Der Spanner Teil 01


    Datum: 29.10.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bys_napples

    ... Sie lächelte und verabschiedete sich. „Freitag fällt diese Woche aus. Also bis nächste Woche, ich bin erst mal weg, ein bisschen nach Hause fahren, oder so." Ich machte ihr ein Zeichen, kurz zu warten und winkte sie zu mir. „Du müsstest mir noch vorher eine kleine Gefallen tun, ja?" Ich flüsterte ihr ins Ohr, was ich brauchte. Sie pfiff leise durch die Zähne und nickte. „Ich frage mal Marc. Weißt schon, der Türsteher. Der kann alles besorgen."
    
    Am nächsten Morgen fiel ich fast aus dem Bett. Mireille stand vor der Tür mit einer Papiertüte in der Hand und schlug gegen die Eingangstür. Ich öffnete und sie drückte mir die Tüte in die Hand. „Marc hat geliefert. Die Qualität ist Spitze. Pass bei der Dosierung auf, nicht zu viel davon auf einmal", instruierte sie mich. „Sag mal, deine Akzent ist verschwunden. Was ist passiert?" fragte ich beiläufig, auch um weiteren Nachfragen auszuweichen. „Den Akzent brauche ich nur bei den Deutschen, wenn ich mit dem Hintern wackele, die Bier sage und Oh làlà und schon habe ich sie um den Finger gewickelt", lacht sie mich an oder vielmehr aus und verschwindet in die Ferien.
    
    Ich untersuche die Tüte und finde ein kleines Fläschchen mit Pipette und einen kleinen Zettel auf dem steht, dass ein Viertel der Flasche für einen satten Rausch reicht, die halbe Flasche für eine fetten Rausch steht und dass bei Verabreichung der ganzen Flasche mit erheblichen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Gegen das Licht gehalten, sehe ich, dass die Flasche fast leer ...
    ... ist. Muss stark sein, das Zeug.
    
    Barbara erhält die fertig geschnittenen Filme mit ihrem Gatten per Mail. Ihre Peitschenorgie hat einen eigenen Film verdient und sollte nicht vor Gericht erscheinen. Kurz darauf bestätigt sie den Empfang und Lädt mich für die gute Zusammenarbeit zum Essen ein. Sie kocht und ich soll um 18:00 Uhr bei ihr zuhause vorbeikommen und vielleicht noch einen Wein mitbringen.
    
    Die Zeit bis zum Essen vertreibe ich mir abwechselnd damit einen Rotwein vorsichtig zu öffnen mit einem zwei Klingen Korkenheber, den Inhalt des Fläschchens hineinzuschütten, den Korken wieder zu platzieren und die Banderole wieder auf den Flaschenhals zu setzen und mir Reismüllers Desaster anzuschauen.
    
    Um Punkt 18:00 Uhr klingle ich an der Tür zu Barbaras Haus, sie empfängt mich mit einer alten Küchenschürze, nimmt mir den Wein ab und geht vor ins Wohnzimmer. Ihr knappes Kleid lässt immer wieder eine Arschbacke beim Gehen unten hervorblicken. „Setz dich schon mal, öffne den Wein und mach's dir gemütlich", gurrt sie. „Ach, lass mal, ich schaue dir in der Küche beim Kochen zu, wenn es passt." Es ist ihr nicht so recht, aber schließlich landen wir in der Küche, wo ein veganes Thaicurry in der Pfanne schmort.
    
    Sie öffnet den Wein, holt zwei Gläser und will eingießen, als ich den Kühlschrank öffne und ein Bier entdecke. „Ich glaube, ich brauche erst mal was gegen den Durst", lüge ich gut genug und habe die Flasche im Nu geöffnet. Sie zuckt mit den Schultern, gießt sich Rotwein ...
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