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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Detektiv löste sich nur ungern aus seinen Gedanken. Vorsichtshalber zog er seinen Enkel in eine Ecke, um sich ungestört und vor allem ungehört unterhalten zu können. „Hältst du es wirklich für eine gute Idee, jetzt mit ihr zu verhandeln? Die Jungs sind im Klub, das wissen wir mit Sicherheit, und während wir Nori hier festhalten, könnte die Polizei doch den Laden stürmen und sie befreien? Warum machst du es denn so kompliziert? Diese Frau gehört eingesperrt, das ist eine Psychopathin reinsten Wassers." Chai schüttelte seinen Kopf. „So einfach ist das nicht, Arlak. Du unterschätzt sie. Nori wird sich wahrscheinlich ebenso geschützt haben wie ich. Und sie weiß, dass es jetzt zumindest noch nicht um ihre Bestrafung geht, sondern um die sichere Rückkehr der Jungen nach Deutschland." Viktor brachte sich ins Gespräch ein. „Entschuldigen Sie die Unterbrechung, Chef. Aber die Frau will jetzt mit Ihnen reden." Der Detektiv sah sich kurz zu seinem Personenschützer um und gab ihm einen Wink, dass er verstanden hatte. „Weißt du, Arlak, ich bin nur für die Rückkehr der drei zuständig, zur Rechenschaft ziehen müssen sie andere." „Hoffen wir, dass sich jemand findet, der sie zur Verantwortung zieht. Verdient hat sie es auf jeden Fall. Da bin ich mir sicher." Chai ahnte, dass Arlak nach wie vor unter starken Schmerzen litt. Zudem fühlte der Junge sich wohl zutiefst gedemütigt, von einer Frau derart plump vorgeführt worden zu sein. Persönliches Interesse war aus ...
... seinen Worten unzweifelhaft zu entnehmen gewesen. „Nun, Mistress Nori, sind Sie bereit, ein vernünftiges Gespräch mit mir zu führen?" Die Domina zögerte nicht und nickte. Einer aufmunternden Geste seines Chefs folgend löste Viktor den Ballknebel, der bislang den Mund der Domina zuverlässig verschlossen gehalten hatte. „Bindet mich los und gebt mir mein Handy!" Chai erhob seine rechte Hand und ließ den Zeigefinger wiederholt hin und her pendeln. „Tut mir leid, Mistress Nori, aber das wird nicht möglich sein." Die Domina wirkte nervös. „Wie spät ist es?" Viktor hielt der Gefesselten seine Armbanduhr vors Gesicht. „Gebt mir jetzt mein Telefon! Sie suchen nach mir!" Viktor drehte sich zu Chai um. Der Leibwächter erweckte einen besorgten Eindruck. „Ihr Handy ist leider funktionsunfähig. Mistress Nori. Sicherheitshalber haben wir aber das Zimmer gewechselt, damit wir uns ungestört und vor Überraschungen sicher unterhalten können." Die Domina schüttelte energisch den Kopf. Auch sie schien sich wirklich Sorgen zu machen. „Wenn ich nicht anrufe, geben sie Wang Bescheid. Dann werde ich die nächsten Wochen keinen einigen Schritt mehr machen können, ohne dass er davon erfährt." Chai zögerte. Vielleicht war es nur eine Lüge, damit sie Hilfe rufen konnte? Sollte dem allerdings nicht so sein, brachte er die Domina vielleicht in eine Lage. die indirekt auch die drei Deutschen in Gefahr bringen würde. „Wen wollen rufen sie an?" „Den Klub. Jasmin ...