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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... sein, sie weiterhin um Zurückhaltung zu bitten, wenn sie von ihm erfahren würde, dass er glaubte, ihren Sohn und dessen Freunde gefunden zu haben. „Bevor Sie mit Ihrem Bericht beginnen, lieber Na Ajuttaja, möchte ich Ihnen versichern, dass ich Sie zu Ihren Erfolgen in der Vergangenheit beglückwünsche. Sie haben einige aufsehenerregende Fälle zum Abschluss gebracht, wenn ich auch überrascht bin, dass Sie eine derartige gesellschaftliche Zurückhaltung üben, soweit es das Auskosten ihrer Erfolge betrifft. Aber das wird wohl Ihrem Beruf geschuldet sein, nehme ich an, im Nachhinein ein dumme Überlegung meinerseits, verzeihen Sie." Katanaa hüstelte in seinen Handschuh und fuhr mit einer prägnanten, melodischen Plauderstimme fort. „Jedenfalls freut es mich sehr, Sie nun einmal von Angesicht zu Angesicht, kennenlernen zu dürfen. Vielleicht findet man ja auch außerhalb dieses Zimmers geschäftlich zueinander? Ich könnte mit Sicherheit hin und wieder einen tüchtigen Ermittler wie Sie gut gebrauchen." Bevor Chai auf die Laudatio des Anwalts einzugehen vermochte, wurde Frau Silami sichtlich ungehalten. Sie hatte genug von den Plattitüden ihres Gesellschafters. „Sie können sich gerne zu einer späteren Stunde gegenseitig Schmalz aufs Brot streichen, aber ich bin jetzt nicht Willens, noch länger zu warten. Wenn Sie nun bitte so lieb sein wollen, mir kurz und zusammengefasst von Ihren Ermittlungsergebnissen zu berichten." Chai konnte nicht anders, strich mit den Innenseiten ...
... seiner Hände durch sein Gesicht, um seiner Müdigkeit Herr zu werden. „Verzeihen Sie, aber die letzte Nacht habe ich mit einer langen Observation zugebracht. Ich hatte bisher kaum die Gelegenheit, mich etwas auszuruhen." Während Doktor Katanaa sofort Verständnis zeigte, blieb der Blick der Deutschen hart und abwartend. Sie schien sich hinter ihrer professionellen Fassade verstecken zu müssen, um ihre Beherrschung zu bewahren. „Ich darf Ihnen mitteilen, dass wir davon ausgehen können, dass Ihr Sohn und dessen Freunde noch am Leben sind." Frau Silami starrte den Detektiv mit offenem Mund an. Er schien seine Aussage durchaus ernst zu meinen. Sie setzte bereits zu einer Frage an, als der Ermittler mit einer bittenden Geste die nötige Höflichkeit einforderte, sich näher erklären zu dürfen. „Ich habe eine ungefähre Vorstellung der Örtlichkeit, in der Ihr Sohn und dessen Freunde befinden, doch die Umstände ihres genauen Aufenthaltes sind schwierig einzuschätzen und durchaus als sehr gefährlich anzusehen. Das organisierte Verbrechen hat auf jeden Fall Einfluss auf ihr Schicksal genommen, wenn ich auch noch nicht sicher sagen kann, inwieweit auch Freiwilligkeit zu dieser Abhängigkeit beigetragen hat." „Sie wollen damit sagen, dass sich mein Junge bewusst in die Hände der Mafia begeben haben könnte?" Chai schüttelte den Kopf und suchte nach passenden Worten, um Maria Silami nicht zu überfordern. „Nein, aber in ein spezielles Milieu der Prostitution, das von ihr ...