1. Die Rettung unserer Ehe


    Datum: 01.12.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bykleinaberfein

    ... hatte ich mir nie bewusstgemacht.
    
    Mein ‚Tut mir leid, dass ich mich so blöd benommen habe', kam daher auch ziemlich kleinlaut daher.
    
    Danach nahm mich Carola erst einmal lange in den Arm und drückte mich fest an sich.
    
    „Ich doch auch. Waren wir halt beide blöd. Aber jetzt ist alles wieder gut."
    
    „Gott sei Dank!"
    
    „Na ja, in Wirklichkeit war es doch eher Marlene..."
    
    Marlene war eine Freundin von Carola, die wir über die Jugendgruppen-Aktivitäten der Kinder kennengelernt hatten. Ihr Sohn war in der gleichen Gruppe wie unsere beiden Älteren. Mit der Zeit lernt man die Eltern der anderen Gruppenkinder kennen. Bei Elternabenden sitzt man bei Wein und Bier auch mal etwas länger zusammen. Dabei hatte sich ein relativ enger Kontakt der beiden Frauen entwickelt. Marlene stammte aus Norddeutschland, war seit einigen Jahren geschieden und arbeitete in München als Psychotherapeutin. Sie hatte Carola für Yoga begeistert, was dazu führte, dass beide einmal in der Woche gemeinsam einen Kurs besuchten und oft danach auch noch gemeinsam ein Glas Wein tranken.
    
    „Vor drei Monaten ungefähr hat Marlene mich beim Umziehen nach der Yoga-Stunde ganz ernst angeschaut und gesagt: ‚Sag, mal mit Dir stimmt doch etwas nicht.' Als ich gefragt habe, was sie damit jetzt meint, sagte sie, ich machte schon seit längerem einen bedrückten und belasteten Eindruck auf sie: ‚Du bist nicht mehr frei. Ich spüre das ganz genau. Ganz viel von Deinem Schwung ist weg. Der macht Dich aber aus. Ich ...
    ... glaube, da müssen wir was tun. Magst Du darüber reden?'
    
    Am Anfang druckste ich noch ein bisschen herum. Mir war nicht klar, dass man mir so angemerkt hat, dass ich mir Sorgen mache. Aber Marlene kennt mich inzwischen ziemlich gut. Und sie ist ja vom Fach. Ich hatte zunächst wirklich keine Lust, über meine Schlafzimmerprobleme zu reden. Aber Du kennst Sie ja auch, man kann ihr nicht richtig widerstehen. Als ich noch unschlüssig und wahrscheinlich ziemlich verkrampft in der Umkleide rumstand, hat sie mich in den Arm genommen und gesagt: ‚Ich mach Dir ein Angebot: Wir gehen jetzt zu mir. Luca ist heute bei seinem Vater, ich habe also sturmfrei. Für heute Abend habe ich mir extra frische Krabben gekauft, da machen wir schön Rührei dazu, das reicht locker für uns beide. Und ein kleines Pilschen gibt es auch. Dann quatschen wir einfach unter Frauen. Dann kannst Du Dir immer noch überlegen, was und wieviel Du mir anvertrauen möchtest.'
    
    Noch während des Abendessens brach alles aus mir heraus: Deine Wünsche, meine Ängste, unser Frust, meine Ratlosigkeit und zunehmende Verzweiflung. Eigentlich alles, worüber ich mit Dir nie hätte sprechen können. Bei Marlene ging das plötzlich ganz einfach. Dann hat sie mich wieder so ernst angeschaut wie in der Umkleide und hat gefragt:
    
    ‚Zuerst die schlechte oder die gute Nachricht? Ach was, ich kenne Dich: Du willst zuerst die schlechte abarbeiten, damit Du Dich dann mit der guten wohlfühlen kannst. Stimmt's? Also gut: Was Du mir da erzählst, ist ...
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