1. Der Fernfahrer 02


    Datum: 26.01.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald

    ... vielleicht von dem, was man aus einem LKW heraus alles so sehen kann, stimulieren läßt und ihre Vorbehalte endlich aufgibt.
    
    Ihr Verlangen, das Verlangen ihres Körpers nach Sex, ist ja unzweifelhaft und sogar ganz ausgeprägt vorhanden. Ihre Orgasmusfähigkeit und die Tatsache, daß es bei ihr schon losgeht, kaum, daß ich in sie eindringe und daß es ihr bis zu dem Moment, in dem ich mich in sie ergieße, mindestens viermal gekommen ist, widerspricht ganz einfach ihrem prüden Verhalten. Das paßt doch irgendwie nicht zueinander. Da gibt es doch einen logischen Bruch. Warum nur gelingt es mir nicht, sie in eine andere Richtung zu bewegen?"
    
    "Das verstehe, wer will," wunderte Kerstin sich, hat sie vor dir schlechte Erfahrungen gemacht?"
    
    "Soweit ich weiß, nein."
    
    "Und sie mag das alles wirklich nicht? Tut nicht nur so, als wolle sie das nicht, oder wehrt sie sich nur so, zum Schein? Sie mag nicht mal so ein kleines bißchen geleckt werden, mag nicht an deinem Ding lutschen? Zu schlucken braucht sie es ja nicht gleich. Keine Reizwäsche? Kein lautes Stöhnen, wenn es ihr kommt? Immer nur einfaches Ficken? Keine kleinen, geilen Spielchen? Was seid ihr doch arm dran. Du, weil du nicht kriegst, was du gern hättest und deine Frau, weil sie sich so ziemlich alles, was Spaß macht und dem Sex erst die richtige Würze gibt, entgehen läßt. Da muß man ja wirklich was unternehmen."
    
    "Bloß was?"
    
    "Mit gutem Zureden geht es jedenfalls nicht. Soviel habe ich schon herausgehört. Du ...
    ... müßtest.... müßtest ihr mal einen Schock versetzen.... oh ja, einen richtigen Schock.....
    
    "Einen Schock? Was meinst du?"
    
    "Hast du mal ein Bild von ihr?" überging Kerstin meine Antwort.
    
    Ich kramte in meinen Papieren und holte ein Farbfoto von Anke hervor.
    
    "Mensch, das ist doch..... nein, sie ist es nicht.... geht ja auch gar nicht.... wie denn..... aber diese Ähnlichkeit.... frappierend," stutzte Kerstin und fuhr dann erklärend fort:
    
    "Ich kenne eine junge Frau, 'ne Kollegin, die deiner Frau, jedenfalls auf den ersten Blick, unwahrscheinlich ähnlich sieht, könnten direkt Schwestern sein, die beiden. Na, egal. Sieht sehr gut aus, deine Frau.... ist aber jetzt egal. Ach ja.... Habt ihr Kinder?"
    
    "Nööhh.."
    
    "Dann kann's also auch nicht daran liegen, daß sie befürchtet, von ihnen überrascht zu werden. Hhmmm... komisch... Aber weshalb sind wir eigentlich hier? Wenn ich mich recht erinnere, war der Grund ein anderer, oder?"
    
    "Ja, eigentlich schon. Du, bitte entschuldige mich einen Moment. Der Wein.... du weißt schon."
    
    "Warte, nimm mich mit."
    
    Nach erledigtem Geschäft, ich hatte links hinter mir ein strammes Plätschern vernommen, trafen wir uns vor der Beifahrertür wieder.
    
    "Ach du liebe Zeit," entfuhr es Kerstin nach einem Blick auf die Uhr, "es ist ja schon halb fünf. Jetzt weiß ich auch, warum ich so müde bin."
    
    "Verdammt, die Zeit vergeht..."
    
    "Bist du böse, wenn ich dich bitte, mich nach Haus zu fahren? Ich habe um halb neun einen Termin beim ...
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