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Der Fernfahrer 02
Datum: 26.01.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald
... könnte ich süchtig danach werden." "Schön. Ich freue mich darauf," erwiderte Kerstin, "und nun fahr mich nach Hause, du Bär, du großer, geiler Bär. Es wird mir jetzt zu gefährlich. Wenn wir noch länger hierbleiben tue und sage ich sonst vielleicht noch etwas, was ich weder tun noch sagen sollte." "Heißt das...." "Pppssssstt....," legte Kerstin ihren Zeigefinger auf meinen Mund, "kein Wort.... sag' jetzt nichts und auch ich sage nichts mehr.... fahr' einfach los, bitte." Um sechs Uhr morgens kam ich zu Hause an. Vorher hatte ich mir im Motorblock die Hände und meine Kleidung noch richtig schmutzig gemacht. Motorreparaturen verursachen nun mal schmutzige Hände. Und zu Hause gab es "business as usual". Es fiel mir sagenhaft schwer, Anke gegenüber zu verbergen, wie sehr ich mich nach Kerstin, nach ihr und ihrer freien Sexualität sehnte. Am liebsten wäre ich zum Steindamm gefahren und hätte sie zu mir geholt. ******************************************************************************** Nach zwei Tagen ging ich wieder auf Tour. Diesmal war es ein Pärchen, das ich in Basel aufnahm und das nach Hannover wollte. Die beiden machten einen prächtigen Eindruck und zeigten überhaupt keine Scheu. Unaufgefordert erzählten sie mir von ihrem Urlaub und an welchen Orten sie in der kurzen Zeit gewesen waren. Recht beachtlich, was die beiden gesehen hatten. Die beiden, das waren eine etwa 25jährige junge Frau. Er war ein oder 2 Jahre älter. Er trug Jeans und ...
... sie einen weiten Rock im Folklorestil, übersät mit bunten Blumen, dazu Wollsocken, die heruntergerollt waren und derbe Wanderschuhe. Ihr braunes, langes Haar wirkte etwas ungepflegt, was aber nach dreiwöchigem wildem Campen nicht verwunderte. Beide trugen einander ähnliche, weite, blusenartige Hemden oder auch hemdartige Blusen von schwer zu definierender Farbe. Die einzige Aussage, die ich dazu machen könnte ist, daß es eine helle Farbe war. Nach etwa einer Stunde trat eine gewisse Funkstille ein. Ich konzentrierte mich auf den Verkehr und ging meinem Zeitvertreib nach. Sie wissen schon... Doch es hatte noch nichts Sehenswertes gegeben. "Haben Sie mal 'ne Zeitung da?" fragte mich der junge Mann, "ich weiß gar nicht, was in den letzten drei Wochen passiert ist. Irgendwie ist es ja gut, wenn man abschalten kann, aber nun kommen wir wieder in die sogenannte Zivilisation und da sollte man schon wissen, ob und was sich ereignet hat." "Öffnen Sie die die Klappe da vor sich. Da muß eine Zeitung von gestern drinliegen." "Danke." Zu spät fiel mir ein, daß in der großen, verschließbaren Ablage nicht nur die Zeitung von gestern lag. Ich hatte sie auch zum Aufbewahrungsort für die Sex-Magazine bestimmt, die ich mir vorgestern gekauft hatte. Star-Modell in ihnen war: Richtig, Kerstin. Ich hatte sie noch am Nachmittag des bewußten Tages angerufen und sie hatte mir zum Abschied geraten: "Geh' doch mal in einen Sex-Shop und sieh dir die drei letzten Ausgaben des ...