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Der Fernfahrer 02
Datum: 26.01.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald
... .....-Magazins an. Aber genau. Ich bin sicher, du kaufst sie dir. Tschühhüüßß..." Ich war dem Rat gefolgt und hatte Stilaugen bekommen, von dem, was da auf Hochglanzpapier abgebildet war. Kerstin, wie sie leibte und lebte und so schamlos freizügig, wie auch ich sie hatte erleben dürfen. Es waren aber nicht so sehr Kerstins Fotos, die mich dermaßen überraschten, daß mir fast der Atem stockte. Es waren die Bilder eines anderen Models. Wenn mir meine Anke nicht zu genau bekannt gewesen wäre, hätte ich geschworen, daß sie es war, die sich da in allen möglichen Posen hatte fotografieren lassen. Fast der gleiche Gesichtschnitt, das gleiche blonde Haar, allerdings trug Anke es kürzer geschnitten. Auch die Brüste hatten die gleiche Form, es fehlte nur das Muttermal tief unten an der linken Brust. Es war keine Frage gewesen, daß ich alle drei Magazine gekauft hatte. Und die Absicht, die dahinterstand dürfte ja wohl auch klar sein: Ich wollte mir die Bilder ansehen, von Anke und, ja, auch von Kerstin träumen und mir dabei einen von der Palme holen. Über die oben auf der Zeitung liegenden Magazine mit ihrer grellen Aufmachung stolperte der junge Mann natürlich zuerst. Er stutzte merklich, hielt sich aber zurück. Er griff nach der Zeitung, faltete sie auseinander und begann die erste Seite zu lesen. Schon bald aber bemerkte ich, daß er nicht so recht von der Stelle kam und daß seine Augen immer wieder zu den Magazinen blickten und schließlich sogar darauf haften blieben. ...
... Das Mädchen war merklich roter im Gesicht geworden. Sie hatte also auch etwas gesehen. Und sie zeigte als erste Wirkung. Ein paarmal zuckten ihre Hände, während sie zu mir herübersah. Sie war drauf und dran, zuzugreifen, getraute es sich aber offensichtlich nicht. Ihre Schenkel bewegten sich unruhig unter dem Rock, wobei ihre Füße vernehmlich auf dem Boden der Fahrerkabine scharrten. Ich tat so, als bekäme ich nichts mit und war insgeheim gespannt, was sich wie entwickeln würde. Lange brauchte ich nicht mehr zu warten. "Darf ich mir das da mal ansehen," fragte der junge Mann leise und kaum vernehmbar, jetzt doch etwas gehemmt. "Was?" tat ich zunächst unwissend, "Ach, Sie meinen die Bilderbücher da. Man zu, gerne. Aber vorsichtig: Heiße Ware. Heiß, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich übernehme keine Garantie. Für nichts." Als habe er nur auf meine zustimmende Antwort gewartet griff der junge Mann zu und seine Freundin bezog meine Erlaubnis sofort auch auf sich, denn sie nahm sich ebenfalls ein Heft. Ich weiß aber nicht, ob das etwas für so junge Mädchen ist," grinste ich hinterhältig. "Ach, erwiderte sie überraschend keck," so ganz dumm bin ich auch nicht mehr. Meinen Sie, wir hätten uns in den drei Wochen, die wir unterwegs sind, das Zeug aus den Rippen geschwitzt? Und außerdem bin ich für jede Anregung dankbar." "Na denn, viel Spaß," brummte ich und widmete mich wieder dem Verkehr, dem Straßenverkehr natürlich. In der folgenden Zeit ließ ich meine Blicke ...