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Die Burg Kapitel 06/07
Datum: 08.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... von Maiden", meinte ich und zeigte auf mich, „Du kannst aber Jens zu mir sagen!" Als ich meinen Namen sagte, konnte ich es in ihrem Gesicht zucken sehen und ihre dunkelbraunen Augen wurden größer als zuvor. „Bist du öfters hier?", fragte ich sie, um die Unterhaltung nicht sterben zu lassen. „Ja, ich liebe diesen Platz. Immer wenn ich kann, bin ich hier. Hier wachsen die besten Pilze weit und breit." Ich sah unauffällig in ihren Korb und konnte nur einen, denn eben abgeschnittenen Pilz, entdecken. Lange konnt sie nicht unterwegs gewesen sein, was mich jedoch wunderte, denn von dem mir bekannten Dorf, war es eine ganze Strecke weit weg. Von einem anderen Dorf, hatte ich nichts gesehen. Also musste sie ein ganzes Stück durch den Wald gelaufen sein. Dabei keine Pilze zu entdecken, war ein Wunder. Das Gespräch, was eigentlich nicht angefangen hatte, kam ins Stocken und ich überlegte fieberhaft, wie ich es beleben konnte. Dabei sah ich sie mir genauer an. Sie saß neben mir auf der umgestürzten Mauer und da sie mit den Füßen, nicht auf den Boden kam, schwang sie diese gegenläufig hin und her. Dabei sah sie starr geradeaus, ohne mich zu beachten und hielt sich mit den Händen an den Kanten der Steine fest. „Ist es nicht viel zu gefährlich für eine so gut aussehende Frau, hier alleine im Wald herumzulaufen?", fragte ich sie und wollte ihr damit ein Kompliment machen. Ein Lächeln wanderte über ihr Gesicht und ließ sie fröhlich aussehen. „Warum sollte es ...
... gefährlich für mich sein? Ihr seid doch hier!" „Aber ihr kennt mich doch nicht!", meinte ich zu ihr und sah sie von der Seite an. Sie drehte ihren Kopf in meine Richtung und sah mich mit einem fragenden, nicht verstehenden Gesicht an. „Herr, ihr seid ein von Maiden! Warum sollte ich also Angst vor euch haben?" Jetzt war ich es, der ein seltsames Gesicht machte. Was hatte das alles zu bedeuten. Klar, mein Name, war von Maiden, aber was hatte das ganze mit ihr zu tun, was hatte es mit meinem Namen auf sich? Das musste ich herausbekommen. „Herr. Ihr nanntet mich gut aussehend. Habt ihr das wirklich so gemeint? Ihr macht mich verlegen. Immerhin bin ich nicht die einzige Frau in eurem Leben und nur eine einfache Magd." Gut, wenn ich sie in an ihrer Eitelkeit packen konnte, dann war das ein Gespräch wert. „Du bist eine hübsche Frau Brid!", meinte ich noch einmal und sie grinste über beide Wangen. Dann sprang sie von dem Stein herunter und stellte sich direkt vor mich hin. „Was gefällt euch am besten an mir?", fragte sie mich und drehte sich mehrmals vor mir im Kreis, sodass sich ihr Rock aufbauschte und von ihr abstand. Jetzt hatte sie mich kalt erwischt und in meinem Kopf ratterte es. Was sollte ich ihr jetzt sagen, was würde sie hören wollen? „Du hast eine gute Figur, wunderbare, klare Augen und eine sehr schöne Haut!", war das Erste, was mir einfiel und ich fand es in dem Moment, als ich es sagte, schon nicht mehr gut. Brid blieb stehen und strahlte mich ...