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Eigentlich wollte sie nur . . .
Datum: 18.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... und genossen diesen intimen Moment. * Emotionen Die Schlagsäge war auch nicht mehr in Betrieb, machte aber einen stabilen und nicht so baufälligen Eindruck wie die Schlachtersäge. Er baute wieder seine Kameras auf und Marlies kletterte auf einen großen Stapel gut gesicherter Stämme hinauf. Robert hatte seine eine Kamera in der Hand und schoß ein Bild nach dem anderen. Aber nicht von der Säge, sondern von seiner Marli. Sie war das bedeutend schönere und interessantere Objekt. Er knipste sie im Gegenlicht, mit der Sonne von hinten ihr und klassisch schönes Profil von der Seite. Dann bemerkte sie, was er tat, stemmte die Arme in die Hüften und schaute ihn entrüstet an. „Was soll denn das?", schimpfte sie ihn und stieg von den Stämmen. „Kannst du mir nicht sagen, wenn du mich fotografieren willst?" „Nein, mein Schatz, sonst stellst du dich in Pose, wie es eitle Frauen so machen und dann ist deine Natürlichkeit dahin. Wenn du nicht bemerkst, wie ich dich knipse, verstellst du dich nicht und du bist auch ohne künstliche Darstellung wunderschön. Ich zeige dir später die Bilder und du wirst mir Recht geben." Marlies wollte ihn schon wegen der „eitlen Frau" schelten, aber sein Kompliment lies sie umdenken und sie umarmte ihn. Sie standen da und schauten sich nur an. Kein Wort fiel, aber der Ausdruck im Gesicht des anderen sagte ihnen mehr als tausend Worte. „Setz dich mal bitte da auf den dicken Stamm", wies er sie an und als sie prustend loslachte, ...
... bemerkte er die Zweideutigkeit seiner Worte. „Nachher, zuerst möchte ich noch ein paar schöne Fotos von deinem Gesicht machen, dann sehen wir weiter." Jetzt wurde Marlies rot, aber eine Order nach der anderen kam nun von Robert. Kopf hoch, runter, drehen, senken, auf die Seite legen, in die Kamera schauen, dann leicht daneben und zur Seite. Während er redete ging er um sie herum und schoß ein Bild nach dem anderen. Nach gefühlt einhundert Aufnahmen schaltete er die Kamera aus und setzte sich neben sie. Dann nahm er ihre Hand und küsste sich an ihrem Arm über die Ellenbeuge, den Hals nach oben und knabberte an ihrem Ohr. Marlies schloß die Augen und gab sich einem kleinen Traum hin. Sollte sie es wirklich wagen? Sie war schließlich kein Teenager mehr. Und wenn jemand vorbei kam? Und wenn es jemand war, der sie kannte? Was dann? Ach, was soll´s, dachte sie sich und rieb ihre Wange an seiner. „Du, Robby, darf ich mich mal auf den dicken Stamm setzen, so wie du es vorgeschlagen hast?", fragte sie mit treuherzigem Augenaufschlag. Robby schaute sie überrascht an. „Das würdest du? Hier in aller Öffentlichkeit? Wo jeden Augenblick eine Wandergruppe vorbeikommen kann? Das nenn ich mal wagemutig. Willst du wirklich?" „Wenn du so weitermachst, dann trau ich mich nicht mehr. Mach mir bloß keine Angst, du Fiesling." Robert küsste sie zärtlich, zog sie auf seinen Schoß und fuhr mit seinen Händen sanft über ihren Rücken. Dass er dabei bei jedem Aufwärts ihr ...