-
Eigentlich wollte sie nur . . .
Datum: 18.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... würde der sehr schnell trocken werden. Schon war der Nachmittag vorbei und die üblichen Arbeiten warteten schon. Kühe eintreiben, melken, Futter bereitlegen und die Milch in den Kühltank schütten. Sie gingen abschließend noch Hand in Hand über und um den Hof, um nach Kleinigkeiten zu schauen, die noch erledigt oder gerichtet werden mussten. Dann war Schicht im Schacht und Marlies schlug vor, gemeinsam zu duschen. Das ginge schneller und man könnte dabei auch Wasser sparen. Von wegen. Gut, Wasser sparten sie, aber da jeder den anderen einseifte und das ausdehnte bis zum "Geht nicht mehr" zog sich die Duscherei, wenn man das jetzt noch so nennen wollte, fast endlos dahin. Und als dann Robert seine Marli auch noch ausgiebig mündlich verwöhnte und sie darauf hin seine Lanze polierte, mussten sie das Ganze nochmals wiederholen. Dann kamen sie noch noch zum Abendbrot und danach setzten sie sich auf die Terrasse, er öffnete eine Flasche Wein und sie stießen auf sich an. Sie erzählten sich ihre Träume und Wünsche und Marlies begann zu weinen, als sie erkannte, dass die Wirklichkeit ganz anders war. Robert nahm sie in den Arm und auch bei ihm flossen die Tränen. An diesem Abend kam Marlies gleich zu ihm. Sie liebten sich mit aller Zärtlichkeit und schliefen schließlich Arm in Arm ein. * Der Donnerstag kam, der vierte Tag, an dem Robert bei Marlies auf dem Hof war. Für den heutigen Tag hatte sie sich vorgenommen, alle wichtigen Arbeiten zu schaffen, da ...
... sie morgen ein paar Dinge erledigen wollten. Nach dem Frühstück und dem Melken befestigte Marlies den Schrader am Traktor, dann fuhren sie zu Wiese hinaus und sie zeigte ihm wie man damit umging. Robert zog die ersten zwei Bahnen, dann lies sie ihn anhalten und sein Werk begutachten. „Haben Sie Restalkohol, mein Herr?", kicherte sie und deutete nach hinten. Die beiden Bahnen, die Robert gezogen hatte, waren alles andere als gerade und führten in leichten Schlangenlinien über die Wiese. „Die Bettelei hab ich dick; mir gäbet nix ab. Muschd scho selber saufe", schwäbelte er zurück und sie umarmten sich lachend. Dann fuhr er wieder los und jede weitere Bahn wurde besser als die vorherige. Als sie zum Hof zurückkehrten, bauten sie den Schrader ab und hängten die Ballenpresse an. Diesmal fuhr sie selber, da das Aufnehmen des Heus etwas schwierig war. Die Geschwindigkeit musste genau stimmen und zum Auswurf der Rundballen musste angehalten werden. Als sie fertig waren lagen überall auf der Wiese die folierten Rundballen herum. „Wie geht es jetzt weiter?", fragte Robert. „Zurück zum Hof, die Presse abhängen und den Anhänger dran. Die Ladegabel vorne anbauen und anschließen und dann wieder raus und aufladen. Das mach aber ich, weil du da keine Übung hast. Wir müssen mindestens 3 bis viermal fahren und die Ballen in der Scheune stapeln. Aber das können wir auf den Tag aufteilen." Robert fuhr natürlich mit und schaute aufmerksam zu, wie Marlies ihr Arbeitsgerät ...