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Eigentlich wollte sie nur . . .
Datum: 18.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... erledigt. Die Wiese war abgeräumt, die Heuballen in der Scheune, die Kühe im Stall und gemolken und Marlies und Robert waren rechtschaffen fertig. Nach einer gemeinsamen Dusche, bei der sie weder an Wasser noch an Zeit sparten und die mehr in die Sparte Wellness fiel, saßen sie müde und platt auf der Terrasse und unterhielten sich. Marlies hatte Robert gefragt, ob er mit ihr in die Stadt zum Einkaufen fahren könnte, da sie die Vorräte wieder auffüllen musste, bevor ihre Familie am Samstagnachmittag wieder eintrudelte. Da sie momentan kein Auto hatte und nicht wirklich mit dem Trecker fahren wollte, sagte er natürlich zu, da er auch noch einiges mit ihr und für sie zu erledigen hatte. Sie gingen früh zu Bett und schliefen eng umschlungen ein. * Vorsorge Ein schnelles Frühstück musste reichen bei dem, was sie heute noch alles vorhatten. Nach dem Melken und Versorgen der Tiere, dem Ausmisten und Milchabfüllen, fuhren sie mit dem Auto in die Kreisstadt. Dort machte Robert Abzüge einiger besonders schöner Fotos, lies eines von ihnen rahmen und schenkte es Marlies. Die anderen steckte er in einen großen Umschlag. In der Zeit in der Robert die Bilder ausdrucken lies, stöberte Marlies durch das Fotogeschäft, in dem es etwas gab, das sie so sehr interessierte, dass sie es heimlich kaufte. Sie würde es ihm zu einer passenden Gelegenheit geben und war schon jetzt auf sein Gesicht gespannt. Sie lies sich von ihrem Bild noch ein 3x5-Abzug machen, weil sie den für ...
... etwas Bestimmtes benötigte. Danach schleppte er sie in ein Geschäft für Damenbekleidung, wo er ihr ein wunderschönes Nachthemd, als Ersatz für den zerrissenen Schlafanzug aufdrängte. Sie suchte es natürlich aus, denn einen neuen Schlafanzug (das ist was für Männer) wollte sie nicht. Robert nahm einen kleinen Aktenkoffer unter dem Beifahrersitz heraus und ging mit Marlies zu einer Filiale seiner Bank. Dort mietete er ein Schließfach, in dem er einige besondere Dinge deponieren wollte. Nach dem Erledigen des ganzen Schriftkrams ging es in den Keller. Als sie alleine in dem Raum waren, öffnete er den Aktenkoffer und nahm zwei Geldbündel heraus. Marlies bekam große Augen, als sie das Geld sah. „Hör mir gut zu, mein Schatz", begann Robert und legte die beiden Geldbündel in die Stahlkassette. „Das Geld ist für dich, falls du einmal in Not kommst und du etwas bezahlen musst. Außerdem ist das noch der Rest von der Zimmermiete, den du mir nicht berechnet hast." Er schüttelte den Kopf, als Marlies Einspruch erheben wollte. „Nein, bitte nimm es. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt und wenn du etwas als Reserve hast, dann ist das schon Recht so. Du musst ja nicht darauf zurückgreifen. Aber ich bin beruhigter, wenn ich weiß, dass du ein bisschen abgesichert bist. Die anderen Fotos lege ich dazu. Ein kleines behalte ich als Erinnerung für mich, die restlichen sind deine. In der Mappe sind einige Telefonnummern und Adressen von Freunden enthalten, an die du dich ...