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Eigentlich wollte sie nur . . .
Datum: 18.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... Waldrand und liebten sich ruhig und langsam. Kein Hochleistungssport und wildes Vögeln, sie wußten, dass sie es noch konnten, aber nicht mussten, sondern Liebe und Zuneigung pur. Wie versprochen waren sie abends wieder zum Melken zuhause, versorgten die Kühe und Hühner und saßen nach dem Abendessen Hand in Hand auf der Terrasse. Beate kam noch auf einen Plausch vorbei und erst als es dunkel wurde, raffte sie sich auf, wieder nach Hause zu fahren. Marlies und Robert kuschelten noch auf dem Sofa im Wohnzimmer, bis Werner und Vera von der Arbeit nach Hause kamen. Sie sprachen über das was den Tag über so geschehen war und Robert stellte mit Erschrecken fest, dass er sich an ein geregeltes Leben gewöhnte. Werner und seine Tochter zogen sich bald zurück, da sie ziemlich müde waren und Marlies und Robert setzten sich mit einer Flasche Wein auf die Terrasse. Es war noch ziemlich warm und sie besprachen, was am nächsten Tag zu erledigen war. `Wer ist denn hier der Bauer? Werner oder ich?´ fragte sich Robert verwundert. Marlies seufzte und als ob sie seine Gedanken lesen konnte, sagte sie: „Ach Rob, wenn du doch der Bauer wärst. Dann wäre mein Leben viel schöner." „Meins auch", stimmte ihr Robert zu. „Aber leider können wir uns nicht immer aussuchen, was uns gerade zusagen würde. Aber weißt du was? Ich habe mich an dieses ruhige Leben gewöhnt und wäre nicht abgeneigt, mein altes hektisches Dasein aufzugeben." Marlies zuckte resigniert mit den Schultern und machte ...
... ein trauriges Gesicht. „Ich will dich nicht unter Druck setzen, Liebling", meinte er, „Ich weiß, was alles dagegen spricht und wer. Also lass uns die Zeit, die ich noch da bin und die wir zusammen verbringen können, genießen. Denken und leben wir im Heute und machen uns nicht allzu viele Gedanken wegen der Zukunft." Marlies lehnte sich an seine Schultern und schaute in den Abend. Und als sie zu Bett gingen, nahm sie seine Hand und ging mit in sein Zimmer. Sie wollte nicht alleine sein, sie wollte Roberts Nähe spüren. Werner und Vera, die schon tief und fest schliefen, waren ihr in diesem Augenblick egal. * Am Dienstag wendete Robert nach dem Frühstück das Gras, dann brachte er die Kühe nach dem Melken auf die Weide. Marlies mistete den Stall aus und sogar Vera war schon auf und versorgte die Hühner. Danach brachte sie die großen Milchkannen zur Straße und setzte sich dann mit den beiden auf die Terrasse. Werner hämmerte in seiner Werkstatt herum und Robert sah, wie sich bei Marlies langsam das Gesicht vor Zorn verfärbte. Aber da ihre Tochter bei ihnen war, sparte sie sich die böse Bemerkung, die ihr auf den Lippen lag. Ihre Laune besserte sich erst, als Werner wieder zur Arbeit fuhr. Vera hatte an diesem Tag frei und wollte auf dem Hof bleiben und das Gras noch einmal wenden, während Marlies und Robert zum Fotografieren fuhren. Sie blickten sich an und fragten sich, was diese Wende bei Vera hervorgerufen hatte. Robert hatte für diesen Nachmittag seine ...