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Eigentlich wollte sie nur . . .
Datum: 18.04.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... Griff. Nein, sie legte ihren Kopf an seine Schulter und entspannte sich allmählich. Und Robert dachte auch nicht daran, sie loszulassen. Es fühlte sich gut an, diese Frau im Arm zu halten. Sehr gut, viel zu gut. Wie lange hatte er das schon nicht mehr gehabt, wie sehr hatte er das vermisst. Vernunft hin und her, er wollte sie einfach nicht loslassen. „Da du es gerade sagst, Marlies, sollten wir nicht zuerst die Kühe von der Weide holen? Gemolken werden müssen sie sicherlich auch noch, oder?" „Du meine Güte, das hätte ich beinahe vergessen. Daran bist nur du schuld, Robert." „Ich? Warum ich? Ach ja, weil ich gerade da bin. Wenn eine Frau mal was vergißt, was unter normalen Umständen ja niemals vorkommt, muss man nur nach dem nächsten Mann suchen, der zufälligerweise gerade in der Nähe ist. Und zack, schon ist der Schuldige gefunden." Marlies trat ganz dicht an ihn heran und schaute ihm ein wenig böse in die Augen. „Pass bloß auf, was du sagst, mein Lieber, ich bin nicht nachtragend, aber ich vergesse auch nichts." „Wie ein Elefant, häh? Der vergisst auch nichts. Daher kommt ja auch einer meiner Lieblingssprüche." „Und wie lautet der?", verlangte sie zu wissen. „Sag ich nicht. Ich mache heute keine Komplimente. Ich liebe mein Leben." Sie drohte ihm mit der Faust. „Los, sag schon, oder . . .?" Robert seufzte gespielt ergeben. „Also gut, du hast es so gewollt. Liebling, du hast heute wieder eine Figur wie ein Reh. Oder wie heißt doch ...
... gleich dieses große graue Tier mit dem Rüss . . ." Weiter kam er nicht, denn Marlies ging mit einem empörten Aufschrei und fliegenden Fäusten auf ihn los. Er hatte alle Hände voll zu tun, sich ihrer zu erwehren. Er konnte sie schließlich drehen, packte ihre Hände und hielt sie vor ihrem Bauch zusammen. Da versuchte sie ihn in den Arm zu beißen und trat ihn gegen das Schienbein. Teufel, hatte die Frau ein Temperament. Jetzt gab es nur noch eine Möglichkeit sie zu stoppen. Er drehte sie um 180 Grad und drückte sie an seine Brust. Erschrocken sah sie ihn an, als er sich ihrem Gesicht näherte. Einen kurzen Augenblick schien es so,als würde sie sich versteifen und sich wehren, dann presste sie sich mit ihrem ganzen Körper vehement an ihn und ihre zarten Lippen legten sich auf seine. Ein Kuss, der eine ganze Ewigkeit zu dauern schien, wollte gar kein Ende mehr nehmen. Sie klammerten sich aneinander und nach einer gefühlten endlosen Zeit der lustvollen Gefühle schob Robert sie leicht von sich. „Marlies, Darling, lass uns vernünftig sein. Wir dürfen das nicht!" „Warum dürfen wir nicht tun, was uns gut tut? Es muss ja keiner erfahren!" "Du weißt, dass das nicht geht, Marlies. Du bist verheiratet, verdammt noch mal und ich bin garantiert nicht der richtige Partner für dich. Glaube es mir, damit habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht und so etwas will ich dir nicht zumuten. Du hast deine Familie und auch wenn es Probleme gibt, eine Familie ist durch nichts zu ...