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Meine große(n) Liebe(n) Teil 08
Datum: 10.04.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bysirarchibald
... Doris, "jede Woche hab ich dir ´nen langen Brief geschrieben. "Einen Brief.... Briefe, die ich nie bekommen habe," antwortete ich und fuhr fort: "Also hat meine Mutter sie doch verschwinden lassen, diese gehässige Hexe. Am liebsten würde ich ´rüberfliegen und ihr den Schluck abdrehen." "Laß man", meinte Robert, "sie wird ihre Strafe schon kriegen, da bin ich sicher." (Wie ich später über Umwege erfuhr, bekam meine Mutter dann tatsächlich die volle Wucht ausgleichender Gerechtigkeit zu spüren. Aber das ist eine andere Geschichte, die im Rahmen dieser Geschichte nicht von Belang ist.) Irgendwann kamen wir auf Silkes Existenz zu sprechen, was Robert mit dem lapidaren Satz und einem über alle vier Backen verteilten Grinsen kommentierte: "Probiert und gleich gekonnt". Silke war die Frucht, deren Keim an jenem Abschiedsabend gelegt worden war, an jenem Abend, der nicht zu den "Sternstunden am Sex-Himmel" zu zählen war, der ungeachtet dessen aber zu den "Sternstunden" der Liebe" gehörte. Denn nichts als verzweifelte Liebe war es gewesen, die Doris damals veranlaßt hatte, sich mir hinzugeben. "Ach, wenn ich doch nur eine Ahnung gehabt hätte, daß du mein Kind erwartest," lamentierte ich, "ich wäre doch sofort von da drüben abgehauen." "Und wärest hier abgefangen und postwendend wieder zurück verfrachtet worden," war hierzu Roberts einziger Kommentar, "Dann hätte ich aber gewußt, wo ihr abgebleiben seid und hätte es nicht dem Schicksal überlassen müssen ...
... euch wiederzufinden. "Das ist eben das Leben," war Roberts lapidare Antwort und er setzte hinzu: "Es ist schon so, wie der Kölner sagt: Et kütt wie et kütt." Wir alle aber konnten nicht umhin, wie Weisheit der Vorsehung anzuerkennen, die uns nach so langen Jahren wieder und auch erstmalig zusammengeführt hatte. Daß ich Silkes Vater war, das hatten sie und ich nicht einmal geahnt und daß ich es war, hatte sie in dem Augenblick erkannt, als sie Doris Bild auf meinem Nachttisch gesehen und erkannt hatte, daß es ihre Mutter zeigte. Das Foto befand sich in Doris' persönlichem Fotoalbum, wo Silke es gesehen hatte. Sie wußte auch, daß sie einen Vater hatte, der wegen unglücklicher Umstände von ihrer Mutter getrennt worden war. Von ihrer Mutter, die bis auf den heutigen Tag auf die Rückkehr ihres Geliebten gewartet hatte und seit sie Silke empfangen hatte, bis auf ihren geliebten Vater keinen anderen Mann an sich herangelassen hatte. Ja, die Barkers gaben es unumwunden zu. Das Verhältnis zwischen ihnen blieb das, was es schon damals gewesen war und als Silke alt genug war und über das aufgeklärt wurde, was sie bis dahin nicht selbst auf die eine oder andere Art herausgefunden hatte, hatte sie sich mit Freuden dem „Bündnis" von Opa, Oma und der Mama angeschlossen. „Du hast mir gesagt, Chris, daß es um so frei zu sein, wie ich es sei, Erfahrung brauche und daß diese Erfahrung Zeit brauche... Jahre... Nun weißt du, woher ich diese Erfahrung habe." "Ja, nun weiß ich es ...