1. Alles Nicht So Einfach


    Datum: 11.05.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byHotFifi

    ... stoppen hätte können, ohne Dotty zu kränken. Eigentlich wollte er gerne duschen, doch er wollte seinen Sohn nicht noch einmal wecken.
    
    So schlüpften sie nur beide wieder in ihre Kleider und gingen umschlungen zurück in die Küche. Noah kam pünktlich nach Hause, allerdings mit genau der Viertelstunde Verspätung, die seine Mutter ihm zugestand. ‚Pünktlich' war bei einem Jugendlichen relativ. Sebastian, der seinen guten Ruf als Taxifahrer hauptsächlich seiner Zuverlässigkeit und Freundlichkeit verdankte, sah das anders, mischte sich aber nicht ein. Ganz kurz überlegte er, ob er doch noch duschen sollte, schließlich war Noah derart rücksichtslos ins Haus gepoltert, dass sein Bruder nun ohnehin bestimmt wach war, doch stattdessen läutete sein Handy. Um 01.30 Uhr? Es war der Klingelton, den er der privaten SIM-Karte zugeordnet hatte. Verblüfft sahen Sebastian und Dorothea sich an, während er danach griff. Es war Svenjas Nummer. Was konnte so wichtig sein, dass sie ihn privat anrief? Auch wenn er keinen Dienst hatte, gab es mehr als ausreichend Taxis in der Stadt. Sebastian meldete sich mit „Taxi Sebastian Quinn?" Schließlich war er mit Svenja privat nicht näher bekannt, auch wenn sie während der Fahrten viel miteinander sprachen und ihre Nummern ausgetauscht hatten.
    
    „Hallo Sebastian, es tut mir wirklich leid, jetzt noch anzurufen, aber kannst du mich bitte wieder abholen? Ich will nicht mit jemand anderen fahren. Ich zahle auch jeden Zuschlag, ganz egal!" Ihre Stimme ...
    ... zitterte.
    
    „Ich bin nicht in der Nähe. Es dauert mindestens 50 Minuten, bis ich bei dir bin."
    
    „Das ist mir egal. BITTE komm."
    
    „Ok. Nur zur Sicherheit: ihr seid immer noch an der Adresse von gestern Abend?"
    
    „Ja. An der Ecke hat ein Burger King geöffnet, ich warte dort."
    
    Sie verabschiedeten sich und er sah verblüfft zu Dotty, die ihn fragend musterte. „Musst du fahren?"
    
    „Ja, leider. Es ist eine Stammkundin, die ich gestern Abend gefahren habe. Jetzt ist sie wieder abzuholen."
    
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    Während der Fahrt versuchte Sebastian zu erraten, was passiert war. Wieso sprach Svenja in der Einzahl? Was war mit den anderen beiden Mädels? Es ging ihn nichts an, trotzdem machte er sich Sorgen.
    
    Als Sebastian um die letzte Ecke bog, sah er Svenja neben dem geschlossenen Lokal auf dem Gehsteig sitzen. Er war fast sicher gewesen, dass diese Filiale um Mitternacht schloss, aber Svenja hatte es so bestimmt gesagt, dass er nicht widersprochen hatte. Dass sie nun aber nicht einmal aufsah, als er das Auto anhielt, erschreckte ihn. Svenja saß mit lang ausgestreckten Beinen und hängendem Kopf an die Wand gelehnt da.
    
    Sebastian ging zu ihr und ließ sich neben ihr in die Hocke nieder. „Svenja?" Er hörte sie schniefen. „Los komm, ich helfe dir hoch. Du sitzt da zwischen Müll und Hundepisse, das ist doch widerlich."
    
    „Ist mir egal."
    
    „Mir aber nicht, du sitzt damit in meinem Auto", versuchte er zu scherzen. Er stupste gegen ihren Oberarm. Als sie beide standen, fiel Svenja ihm plötzlich ...
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