1. Meine große(n) Liebe(n) Teil 06


    Datum: 07.06.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bysirarchibald

    ... Folgezeit nahezu jeden Tag drängte, die Kneipe, in der Silke arbeitete, aufzusuchen, schaffte ich es, mich nur einmal in der Woche dort sehen zu lassen. Dieses eine Mal aber, das mußte einfach sein. Ich mußte Silke wenigstens sehen. Einmal nur sehen! Und so war es in der nächsten Zeit ein besonders Vergnügen für mich, nach meinem wöchentlichen Sauna-Besuch (in der neuen Sauna) im "Stumpfen Eck", so hieß die Kneipe, hereinzuschauen, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken, zu bezahlen und das übliche, kleine Trinkgeld zurückzulassen.
    
    Immer, wenn ich es mir ohne aufzufallen und ohne zudringlich zu wirken erlauben konnte, folgten meine Augen "meiner" Silke und begeisterten sich erneut und immer wieder an dieser Frau.
    
    Ich liebte Silke und verzehrte mich nach ihr. Und doch war ich mir meiner Hilf- und Hoffnungslosigkeit bewußt. Ich machte aber nicht den Fehler, etwa im Auto auf sie zu warten, ihr gar zu folgen, um mehr über sie herauszufinden. Nein, so weit ging mein diesbezüglicher Masochismus denn doch nicht. Weil es mir genügen mußte, genügte es mir, sie einmal in der Woche zu sehen und sie stumm und sehr zurückhaltend zu beobachten.
    
    Schien es mir nur so, oder war es wirklich so, daß Silke mir nach einigen Besuchen erfreut zulächelte, wenn ich die Kneipe betrat? Schien es mir nur so oder war es wirklich so, daß Silke sich während meiner Anwesenheit nicht mehr hinter den Vorhang zurückzog, wie sie es zu Beginn meiner Besuche immer getan hatte? Träumte ich, oder ...
    ... entsprang des Gefühl, daß auch sie mich beobachtete, der Realität? Das Zittern in ihrer Stimme, wenn sie ein paar belanglose Worte mit mir sprach, bildete ich mir das nur ein?
    
    Irgendwann, ich war schon lange "Stammgast" im "Stumpfen Eck", bemerkte sie lächelnd, daß ich den Umsatz an Apfelsaft verdreifacht hätte. Das veranlaßte mich zu der Erklärung, warum ich Apfelsaft und kein Bier trank. Der Hinweis auf den Sauna-Besuch, der meinem allwöchentlichen Kneipen-Besuch voranging, bewirkte, daß Silke sagte, sie sei noch nie in einer Sauna gewesen. Ob es denn wirklich so heiß dort sei, wie sie gehört habe.
    
    Ich erklärte ihr kurz, was es heißt, eine Sauna zu besuchen und wie es "technisch" in ihr abläuft.
    
    Danach fragte Silke mich dann immer, ob ich "schön geschwitzt" hätte und ohne weitere Frage stellte sie unmittelbar nach meinem Eintritt ein großes Glas Apfelsaft vor mir ab.
    
    Ein paarmal kam es vor, daß ich meinen Sauna-Tag nicht einhalten konnte und auf einen anderen Tag verlegen mußte. Als ich das erste Mal statt an "meinem" Tag zwei Tage später kam, leuchtete echte Freude in Silkes Gesicht auf. Nein, da täuschte ich mich nicht. Diese Freude war sicht- und fast schon körperlich fühlbar. Mein Herz machte einen Riesenhüpfer.
    
    Auf diese Art und Weise verging die Zeit. Ich wagte es aus Angst vor Zurückweisung einfach nicht, mich Silke in irgendeiner Form zu nähern. Einzig unsere Augen waren es, die miteinander kommunizierten. Als sich unsere Blicke zum erstenmal bewußt trafen ...
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