1. Meine große(n) Liebe(n) Teil 06


    Datum: 07.06.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bysirarchibald

    ... zehn Jahren nach Silke verzehrt hätte und zwar ohne ihr auch nur ein Stück näherzukommen.
    
    So aber....
    
    "Du..." raste der Kerl los, "du schlägst mich nicht, du Schlampe...."
    
    Schrie's, kam von seinem zugleich umfallenden Stuhl hoch und hob die Hand.
    
    Das war sein Unglück. Kaum, daß ich ihn die Hand hochreißen sah, stand ich auch schon neben ihm und seine Hand hatte noch kaum begonnen, den ihr bestimmten Weg anzutreten, da riß ihm auch schon die erste meiner Maulschellen den Kopf zur Seite. Ich verpaßte diesem Flegel einen ganzen Satz heißer Ohren. Er kam gar nicht dazu sich zu wehren und noch bevor er sich's versah, hatte ich ihn gezwungen, sich bei "meiner Verlobten" zu entschuldigen, seine Zeche zu bezahlen und die Kneipe zu verlassen, zu deren Tür ich ihn höchstselbst geleitete.
    
    Als ich zurückkam, war Silke hinter dem Vorhang verschwunden. Sie kam erst wieder hervor, als ich nach ihr rief, um meine Zeche zu bezahlen.
    
    Als sie kam, brachte sie einen Orangensaft mit, den sie mit den Worten, daß ihr Chef sich auf diese Weise bei mir erkenntlich zeigen wolle, vor mir abstellte. Und zu bezahlen brauche ich auch nichts. Silkes Hände zitterten merklich und irgendwie spürte ich, daß sie Angst ausstrahlte.
    
    "Befürchten Sie, daß der Kerl draußen auf Sie wartet, wenn Sie Feierabend haben?" fragte ich.
    
    Silkes wortloses Nicken bestätigte mir, daß sie Ärgeres befürchtete.
    
    "Holt Ihr Freund Sie denn nicht ab?" tastete ich mich vor.
    
    "Nein.... denn da ist kein ...
    ... Freund, der auf mich wartet," antwortete sie schlicht.
    
    Dann aber huschte ein mutwilliges Lächeln über Silkes Gesicht, als sie etwas sagte, das meine bisherige Welt zum Einsturz brachte:
    
    "Aber mein Verlobter wartet da draußen und bringt mich sicher nach Hause."
    
    So, wie Silke diese Worte aussprach, gab es keinen Zweifel daran, wen sie mit "ihrem Verlobten" meinte.
    
    Ich setzte zu einer Erwiderung an, wollte sagen, daß ich das Wort vom Verlobten nur benutzt hatte, um dem anderen klarzumachen, daß Silke nicht ohne Schutz dastand. Doch Silke ließ mich nicht zu Wort kommen.
    
    Ihren Zeigefinger ganz kurz auf meine Lippen legend sagte sie:
    
    "Still.... kein falsches Wort..... endlich.... endlich kommst du aus dir heraus.... Himmel, wie habe ich darauf gewartet, daß du mal was anderes tust, als mich anzusehen und mit deinen Blicken anzuhimmeln....."
    
    "Ist.... ist das.....?"
    
    Weiter kam ich nicht.
    
    "Ja, es ist wahr," kam die leise, mich in den Himmel hebende Antwort, "ich bin kein Engel, den man nur ansehen darf. Ich bin eine Frau aus Fleisch und Blut und ich habe mich schon vor Urzeiten in dich verliebt. So, jetzt ist's 'raus. Mach' daraus, was du willst! Wenn es dich interessiert: In ungefähr einer Stunde schließen wir und ich komme zum Nebeneingang heraus."
    
    Damit wandte Silke sich von mir ab und ließ mich stehen, wie ich stand, wie vom Donner gerührt nämlich.
    
    Obwohl sie es nicht ausgesprochen hatte, wußte ich, warum sie zum einen so leise gesprochen hatte, daß ...