1. Der Fernfahrer 06


    Datum: 16.02.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bysirarchibald

    ... leisten können und Anke manchmal über ihre Beschäftigungslosigkeit geklagt hatte, war sie es, die diesen Teil der Arbeit erledigte. So schlugen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.
    
    Anke! Ja, die war nach wie vor mein größtes Problem. Ich liebte sie, eigentlich entgegen jeder Vernunft, immer noch und hatte nicht die Absicht, sie zu verlassen. Was ich von ihr nicht bekam, erhielt ich von Gudrun, Barbara, Joan und Kerstin mehr als doppelt und dreifach geschenkt und wir alle waren es zufrieden.
    
    Alle kannten inzwischen Anke. Ich hatte sie bei passender Gelegenheit miteinander bekanntgemacht. Haralds Firma war der Aufhänger gewesen. Ihn hatte ich als Geschäftsfreund vorgestellt, ihn und Gudrun des öfteren zu uns eingeladen und Gegenbesuche gemacht. Dabei hatte Anke dann auch die "netten" Kinder und all die anderen kennengelernt. Natürlich war es bei diesen Besuchen immer "ohne" abgegangen, wobei sich die anderen Frauen einen Heidenspaß daraus machten, mich in Verlegenheit zu bringen. Sie kokettierten und flirteten auf "Teufel komm raus" mit mir, gewährten mir, wenn Anke gerade mal nicht hinsah, Einblicke unter hochgeschobene Miniröcke und zwischen weit gespreizte Schenkel, legten mir bei Tisch -nur verdeckt durch das Tischtuch- die Hand auf die Hose und streichelten mich steif, so daß ich beim Aufstehen Mühe hatte, meinen Zustand zu verbergen.
    
    Gudrun hatte sich sogar mit Anke angefreundet und es verstanden, sie immer mehr für sich einzunehmen.
    
    Alle mochten Anke, ...
    ... hätten sie gern nackt und geil in unserer Mitte gesehen und hätten es mir wahrscheinlich sogar übel genommen, wenn ich sie verlassen hätte. Nicht jede Frau sei eben so hemmungslos, wie ein Mann sich das wünsche und darauf hätte er Rücksicht zu nehmen, was nun aber nicht hieße, daß er deshalb sein ganzes Leben auf sexuelle Erfüllung, so, wie er sie sich vorstelle, verzichten müsse. Er dürfe sich woanders schadlos halten.
    
    Ich träumte zwar immer noch davon, Anke "bekehren" zu können, konnte mir nichts Schöneres vorstellen, als daß sie sie ein weiteres, aktives Mitglied unserer Gruppe würde. Wenn ich ehrlich war, wurde die Hoffnung immer schwächer. Manchmal kam sie mir ganz abhanden. Wenn ich dann aber mit Anke schlief und sie, kaum daß ich in sie eingedrungen war, ihren ersten Höhepunkt hatte, sich mir entgegenstieß und lustvoll stöhnte, dann begriff ich es immer nicht, daß sie von anderen "Spielereien" nichts hielt und so fest und ausschließlich auf "Normal-Sex" fixiert war.
    
    Ich hielt mich also anderweitig schadlos und hatte deswegen auch kein schlechtes Gewissen gegenüber Anke. Ich nahm ihr schließlich nichts weg.
    
    Oder doch? Wenn ich mich richtig beobachtete, nahm ich ihr doch etwas. War ich doch öfter "müde", wenn ich von "langer Tour" nach Hause kam. Etwas, was es früher, vor Gudrun und Harald und den anderen, nicht gegeben hatte. Ich schlief nicht mehr so häufig mit meiner Frau und wich ihr öfter aus, wenn sie mich in ihrer einfachen und einfallslosen Art "verführen" ...
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