1. Das Bangkok Syndikat 17


    Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... der sie auf ähnliche Art und Weise vergewaltigt hatte.
    
    Endlich, nach einem langen, peinlichen Moment, löste sich Wang von der Domina, drückte sie beiseite und betrat das Appartement. Seine Männer folgten ihm grinsend, während Nori, bleich vor Schrecken, Jasmin einen fragenden Blick zuwarf.
    
    Achtunddreißigster Tag, abends, Bangkok
    
    Wang sah sich suchend im Zimmer um, dann entdeckte er einen jungen Mann, der, mit kurzen Ketten gefesselt und einem breiten Stahlhalsband um den Hals, die Fremden erschrocken musterte.
    
    „Ist er das?"
    
    Mit hochgezogenen Augenbrauen drehte sich der Alte zu Nori um und verwies gleichzeitig die beiden Malaien mit einer eindringlichen Handbewegung nach draußen. Man sah den beiden an ihrem breiten Grinsen deutlich an, dass sie die Szene zu amüsieren schien.
    
    Nori nickte und trat an den jungen Deutschen heran.
    
    „Warte, Wang! Ich bringe ihn weg."
    
    Der Pate zeigte ein spöttisches Lächeln, packte die Domina am Oberarm und hinderte sie an ihrem Vorhaben.
    
    „Warum? Er ist doch bloß ein Sklave. Lass ihn hier, er kann ruhig zusehen, wie du dich um Deinen Herrn kümmerst, solange ich hier bin."
    
    Nori konnte es nicht verhindern. Das Blut wich ihr aus dem Gesicht, nur mit eiserner Willenskraft hielt sie ihre Beherrschung aufrecht.
    
    „Was ...? Was ist passiert?"
    
    „Das ist eine längere Geschichte. Auf jeden Fall bin ich dankbar für deine Gastfreundschaft, die du mir selbstverständlich so angenehm wie irgend möglich gestalten willst. Ich liege ...
    ... damit doch richtig, nicht wahr?"
    
    Wang spürte, wie sehr Nori mit seiner Anwesenheit zu kämpfen hatte. Es erheiterte ihn, dass diese Frau ihre Angst auch nach so vielen Jahren nicht vor ihm verbergen konnte.
    
    „Wir machen es uns so richtig gemütlich. Du wirst sehen, es wird wie in alten Zeiten."
    
    Nori starrte vor sich auf den Boden und mied den Blick des Paten. Er sollte ihre Verzweiflung nicht sehen. Erinnerungen kamen in ihr hoch, die selbst ihr abgrundtiefer Hass auf diesen Mann nicht zu unterdrücken vermochte.
    
    „Zieh dich aus! Ich will dich nehmen!"
    
    Nori bückte sich sofort und öffnete die Reißverschlüsse ihrer Stiefel. Sie hatte oft genug am eigenen Leib verspürt, wozu dieser Mann imstande war. Jetzt holte der Pate sie zurück in eine Vergangenheit, aus der sie mit allen Mitteln zu flüchten versucht hatte.
    
    „Wie lange wirst du denn bleiben, Wang?"
    
    Christian erkannte Nori nicht wieder. Ihre Stimme klang gebrochen und ängstlich.
    
    Der Alte setzte sich aufs Bett und blickte mit schräg zurückgelegtem Kopf zu der halbnackten Domina auf.
    
    „Warum? Willst du mich etwa schon wieder loswerden, kaum, dass ich dich besuchen gekommen bin? Komm näher an mich ran, verdammt!"
    
    Nori schloss die Augen, während ihr Herz immer schneller schlug. Dann hämmerte es auch schon in ihrem Gesicht. Eine Ohrfeige folgte der nächsten, immer und immer wieder wurde ihr Gesicht von einer Seite zur anderen gerissen. Sterne traten ihr vor die Augen, loderndes Feuer begann auf ihren Wangen zu ...
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