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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... angestellt?" Der Detektiv zeigte offen seinen Unmut. Der Rechtsanwalt war bislang der Einzige, der an seine Fähigkeiten und Bemühungen geglaubt hatte. „Sehen Sie es mir bitte nach, mein Lieber. Frau Doktor Silami schien mir so verzweifelt zu sein und geschadet hat es keinem. Ich war sehr bedacht darauf, ihnen nicht im Wege zu sein und habe nur nach einer Möglichkeit zu helfen gesucht." Chai wurde ungehalten. „Und da haben Sie was getan?" „Ich war einige Male bei dieser Frau. Erst wollte sie nichts davon wissen, sie hatte ähnliche Bedenken wie Sie, aber als sie hörte, dass ich Jurist bin und Kontakt zu vielen, sehr einflussreichen Personen unterhalte, bekundete sie doch noch Interesse an mir." Chai starrte Doktor Katanaa mit einem Blick an, als hielte er diesen für schwachsinnig. „Mein lieber Herr Doktor, diese Frau ist keine Domina, die sich mit Anfängern belastet. Ich finde es an der Zeit, dass sie mir reinen Wein einschenken." Beschämt senkte der Rechtsanwalt seinen Kopf. Um dieses Geständnis würde er wohl nicht herumkommen. „Ich bin Masochist, Herr Na Ajutthaja. Seit vielen Jahren schon. Mich hat diese Frau einfach neugierig gemacht und da ich schon einige Erfahrungen habe und ihren Preis zu zahlen bereit war, hat sie sich meiner natürlich angenommen." Chai glaubte, sich verhört zu haben. „Und wie kam Mistress Nori auf den Gedanken, eine Verbindung zwischen Ihnen und mir zu suchen?" Doktor Katanaa hob seinen Blick und sah dem Detektiv ...
... jetzt direkt in die Augen. Chai wertete dies als Zeichen, dass der Rechtsanwalt in diesem Punkt nichts zu verbergen hatte. „Zufall! Ob Sie mir das jetzt glauben wollen oder nicht. Ich hatte einen Termin bei ihr, sie scheint sich in einer Notlage zu befinden, in der sie Ihre Hilfe benötigt. Als sie mich heute kurz nach Mittag angerufen hat, war sie sehr kurz angebunden und konnte meinem Empfinden nach nicht frei reden. Meiner bescheidenen Meinung nach können wir davon ausgehen, dass etwas passiert ist." Chai glaubte dem Anwalt. „Was denken Sie, warum wir uns in die Hölle dieser Teufelin begeben sollten? Ich meine, Sie haben dort ja durchaus Ihren Spaß, aber ich ..." Doktor Katanaa fiel dem Ermittler ins Wort. „Ich glaube nicht, dass für Sie eine Gefahr besteht, Herr Na Ajutthaja, und im Grunde genommen haben wir auch gar keine andere Wahl, als der Sache nachzugehen, oder sehen Sie das anders?" „Ich rufe sie jedenfalls vorher an. Ich will wissen, was gespielt wird und wie es den Jungen geht." Chai suchte in seinem Mobiltelefon die Nummer der Mistress und wählte. Nach kurzem Warten meldete sich lediglich die automatische Ansage, dass der Anschlussteilnehmer momentan nicht erreichbar sei und man zu einem späteren Zeitpunkt nochmals anzurufen versuchen solle. Auch ein weiterer Versuch des Ermittlers zeitigte kein besseres Ergebnis. „Sie haben es auch schon probiert?" Der Rechtsanwalt bestätigte mit einem Kopfnicken und setzte nach. „Viele Male. Aber ...