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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... heran. Stirn an Stirn berührten ihre Lippen die seinen, hoffend, Nähe wie Erlösung, Bindung und Gemeinsamkeit für beide zu finden. Doch blieb der junge Deutsche kalt und gefühllos, gleichwohl auch die junge Domina. Für einen langen Moment hielt sie diese Farce aufrecht, dann löste sie sich von ihm und setzte sich ruckartig auf. Sie dachte an jenen ersten Abend, an dem sie sich kennengelernt hatten, den Spaziergang am Strand, den Felsen, auf dem dieser Junge sie im Arm gehalten hatte. War es, war sie damals anders gewesen? Ein kurzer Blick auf die Uhr, eine halbe Stunde noch, dann würde Katanaa mit dem Onkel erscheinen. „Mach ihn steif, während ich auf der Toilette bin!" Christian nickte und begann augenblicklich, seinen Schwanz mit rhythmischen Bewegungen zu wichsen, hektisch und voller Angst, Noris Wunsch bis zu ihrer Rückkehr nicht zu erfüllen. Neununddreißigster Tag, abends, Bangkok „Steigt aus! Ab hier geht es zu Fuß weiter." Der Chinese mit Pilotenbrille und Lederjacke blickte sich suchend um, winkte Chai und Doktor Katanaa schließlich durch die große Stahltür ins Innere des Geländes, das den Club Bizarr umgab. Ein Kleinbus wurde von mehreren Männern entladen. Die Szene wirkte seltsam wie ungewöhnlich auf den kleinen Ermittler, bis er endlich begriff, worin sich sein heutiger Besuch von den bisherigen unterschied. Abgesehen von zahlreichen Schlägertypen, die den Innenhof des Anwesens bevölkerten, war keine einzige jener Damen des Hauses zu ...
... sehen, die üblicherweise ihre Dienste vor der zum Haupteingang führenden Treppe des ehemaligen Krankenhauses anpriesen. Auch der Anwalt wirkte sichtlich verunsichert. Man spürte sofort, dass etwas im Argen lag, irgendetwas von Wangs Männern vorbereitet wurde, dessen Sinn sich den beiden Besuchern nicht erschloss. „Los! Gafft nicht so blöd!" Chai spürte einen kräftigen Schubs in seinem Rücken, dann stolperte er auch schon die Stufen zum Eingang hinauf. Verärgert wandte er sich zu dem Kerl, der sie begleitete, um, doch dieser hatte lediglich ein schäbiges Grinsen im Gesicht. Erst als Jasmin in ihrer gewohnten Rolle als Empfangsdame auftauchte, schien zumindest eine gewisse Normalität in das Klubgeschäft zurückzukehren. Ihr Äußeres allerdings schien diesmal wesentlich themenbezogener zu sein als die letzten Male, hatte sie doch für den heutigen Abend einen deutlich zu eng wirkenden Lederdress gewählt. „Sie müssen bitte entschuldigen, aber wir haben einige Drohanrufe erhalten und nun eine private Sicherheitsfirma beauftragt, uns zu schützen.", lachte die rothaarige Frau gekünstelt. „Vielleicht die liebe Konkurrenz? Wer weiß das schon? Aber jetzt kommen Sie doch bitte erst mal herein, Mistress Nori freut sich schon sehr auf Ihren Besuch." Chai stutzte, warum wollte Nori ihn und den Rechtsanwalt gemeinsam empfangen? Und weshalb folgte ihnen dieser grobschlächtige Kerl noch immer? „Darf ich fragen, weshalb dieser Mann uns begleitet? Ich dachte eigentlich, in Ihrem ...