-
Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Gefühl. „Weißt du, wer es war?", bellte sie in unfreundlichem Tonfall ins Mikrofon ihres Smartphones. Die Gedanken der Domina überschlugen sich förmlich. „Hast du den Brief?" Der Anwalt verneinte zwar, hatte das Schreiben jedoch fotografiert und sicherte der Domina die umgehende Übersendung der Bilder zu. „Gut. Ich will unbedingt wissen, wer ihn geschrieben hat. Kläre das unverzüglich und komm mir nicht mit Ausreden, wieso du es nicht geschafft hast! Morgen kommst du zu mir in den Klub. Solltest du bis dahin wider Erwarten nichts herausgefunden haben, werde ich dich auf entsprechende Art und Weise zu motivieren wissen. Verlass dich drauf!"" Doktor Katanaa verfiel augenblicklich in heftiges Jammern, flehte um Einsicht und Gnade, doch die Stimme der Domina blieb kalt und abweisend. „Morgen! Ich schicke dir noch eine Nachricht mit der genauen Uhrzeit. Und jetzt mach dich ans Werk!" Nori beendete das Gespräch, legte ihr Mobiltelefon zurück auf den Beistelltisch und wandte sich wieder ihrem Sklaven zu, der mit unsicherem Blick zu ihr aufsah. Er spürte wahrscheinlich, dass sich ihre Stimmung geändert hatte. „Starr mich gefälligst nicht so an! Geh jetzt und bereite die Dusche für mich vor!" Hart und ungehemmt knallte ihre rechte Hand in sein Gesicht. Brutal griff sie in sein Haar und zerrte ihn aus dem Bett. Der Junge ließ ihre rohe Behandlung widerstandslos über sich ergehen und eilte, so schnell er konnte, ins Bad. Die Domina aber war in Gedanken ...
... schon wieder bei diesem ominösen Schreiben und der Person, die es geschrieben und abgeschickt hatte. Siebenunddreißigster Tag, mittags, Bangkok „In meinem Bereich hat jeder anstandslos gezahlt, da ist alles wie gehabt. Nur in Zhis und Wens Bezirken gab es Verweigerungen. Selbst die üblichen Drohungen und Nachdruck durch unsere Jungs haben da nicht geholfen. Nur ein paar haben schließlich doch noch bezahlt, allerdings hinter vorgehaltener Hand, als ob sie sich gefürchtet hätten, von jemandem dabei erwischt zu werden." Wangs Miene blieb ausdruckslos. Aufmerksam blickte er durch das große Fenster seines Büros auf die Straße hinab und beobachtete das Treiben in der Szene, nicht das kleinste Detail blieb seinen wachsamen Augen verborgen. Jemand attackierte ganz offen sein Machtgefüge, ein Affront, den seit mittlerweile zwanzig Jahren niemand mehr gewagt hatte. Dennoch, der alte Kampfgeist des Paten war sofort wieder erwacht. Sein Herausforderer würde es bitter bereuen, sich mit ihm angelegt zu haben. „Was sagen die anderen? Gibt es Gerüchte auf der Straße? Hast du unsere Leute bei der Polizei gefragt?" Wang fuhr herum und brüllte. „Jetzt lasst Euch nicht alles aus der Nase ziehen, verdammt nochmal!" „Keiner unserer Leute weiß etwas Konkretes. Nur, dass Fremde unsere Kunden verängstigen und unsere Jungs ganz unverhohlen abgeworben werden." Der Pate erinnerte sich an Khoa, der zusammen mit einem zweiten seiner Männer am gestrigen Tage Fremden nachgestellt hatte, um ...