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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... sie für eine unverschämte Beleidigung zur Verantwortung zu ziehen. Khoa hatte die Sache geregelt, zumindest hatte der Pate das gedacht. Jetzt allerdings war sich der Alte nicht mehr so sicher, ob dies auch tatsächlich der Fall gewesen war. Das Hemd seines Handlangers war sauber geblieben, nicht die geringste Spur an seinem Körper hatte auf ein Handgemenge hingewiesen. „Ich will umgehend wissen, was da gespielt wird! Hör zu, Bonian! Khoa weiß etwas, jede Wette! Der andere, du weißt schon ... dieser Neue ... der ebenso. Jemand will mir meinen Clan auseinandernehmen und glaubt vielleicht, dass ich das so ohne Weiteres hinnehmen werde. Sag Nori, sie soll die beiden fertig machen! du kümmerst dich dann um das, was sie von den beiden übrig gelassen hat. Mach ein Video davon und zeig es anschließend unseren Leuten, damit sie wissen, welche Folgen es hat, wenn sie mich verraten." Bonian wurde bleich, schickte sich aber umgehend an, dem Befehl seines Chefs Taten folgen zu lassen. Nori bei der Arbeit zusehen zu müssen war alles andere als unterhaltsam für ihn. Erst recht nicht, wenn es um die eigenen Leute ging, die sie in die Mangel nahm. Was waren dagegen schon die beiden Kugeln, die er ihnen letztendlich in ihre Köpfe schießen würde? Erlösung und Gnade. „Eine Sache wäre da noch, Chef." Wangs Gesichtsausdruck verhieß Bonian nichts Gutes. Hatte der Pate soeben genickt? Egal, viel schlechter konnte die Laune des Paten kaum noch werden. „Wir haben allein während der ...
... letzten Nacht zehn Männer verloren. Sind alle untergetaucht und niemand weiß wohin." Der Alte nickte. Es war also noch schlimmer, als er befürchtet hatte. „Gut. Besorg umgehend neue Leute und finde diese dreckigen Verräter. Halte dich notfalls an ihren Familien schadlos. Halte mit allem dagegen, was wir haben, Bonian! Hörst du!?! Egal, was es kostet! Sonst bleibt nichts von dem übrig, was wir uns über all die Jahre so mühevoll aufgebaut haben." Bonian war schon lange im Geschäft. Wenn er auch selbst nie einen Krieg zwischen den Clans miterlebt hatte, so wusste er aus den alten Geschichten, wie grausam und unerbittlich diese geführt worden waren. „Habt Ihr eine Ahnung, wer dahinterstecken könnte, Chef?" Wang blickte wieder aus dem Fenster und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Schließlich wandte er sich wieder seinem Vertrauten zu. „Nein. Nicht die geringste. Aber du siehst ja selbst, wie breit gefächert wir angegriffen werden. Es muss jemand sein, bei dem viele Fäden zusammenlaufen. Zweifellos eine sehr mächtige Person, da hege ich nicht den geringsten Zweifel." Der Alte hielt in seinen Ausführungen inne, überlegte einen kurzen Moment, setzte schließlich fort. „Vielleicht ist es auch besser so. Solche Leute können sich nicht lange vor mir verstecken." Wangs Gesichtszüge entspannten sich merklich. „Los! Mach jetzt, was ich dir gesagt habe. Sobald du Näheres weißt, gibst du mir umgehend Bescheid." Siebenunddreißigster Tag, abends, ...