1. Das Bangkok Syndikat 14


    Datum: 19.09.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... zusammenbraute. Weder er, noch die Domina hatten bislang eine Lösung für ihr Problem gefunden. Der Asiatin widerstrebte es sichtlich, den Paten um dessen Hilfe zu bitten, ahnte sie doch, worin diese bestehen würde. Er würde die beiden Deutschen einfach verschwinden lassen und dabei auch mit Sicherheit nicht vor Christian zurückschrecken. Er nannte solch ein Prozedere „das Problem an der Wurzel packen". Wie viele Menschen diesem Motto bereits zum Opfer gefallen waren, wusste der Pate wahrscheinlich nicht einmal selbst. Auch direkte Verhandlungen mit Alains Mutter kamen nicht in Frage, zu groß war die Gefahr, dass sie im Nachhinein die Justiz einschalten würde, sobald sie ihren Sohn und dessen Freund befreit wusste. Und dieser Christian? In diesem Punkt gab es mit Nori nichts zu verhandeln. Er schien mehr als nur ein Spielzeug für sie zu sein.
    
    Doktor Katanaa blickte aus seiner knienden Position zu seiner Herrin auf und wartete geduldig, bis sie ihm ihre Aufmerksamkeit schenkte. Gnädig nickte sie ihm nach einigen Minuten zu und gestattet ihm damit, das Wort an sie zu richten.
    
    „Der Schnüffler ist unser größtes Problem. Er ist weder ein Anfänger, noch wird er sich hier umsehen wollen, ohne sich vorher entsprechend abgesichert zu haben. Wenn er von den Farangs hört, die hier versteigert worden sind, reimt er sich doch alles zusammen."
    
    Nori nickte verhalten, hatte selbst an eine Flucht gedacht, mit Christian zusammen über Singapur nach Europa. Doktor Katanaa würde ihr ...
    ... mit seinen Beziehungen bestimmt ein Visum besorgen können. Doch was würde dann mit ihm selbst geschehen? Außerdem würde sie zu einer gesuchten Schwerverbrecherin werden, war sie es doch gewesen, die die Deutschen nicht nur entführt und festgehalten, sondern auch noch vergewaltigt und gequält hatte. Und Christian? Wie sollte sie ihn auf dieser Reise unter Kontrolle halten? Selbst wenn ihr Dr. Lubana entsprechende Medikamente zur Ruhigstellung geben würde, bestünde ein erhebliches Restrisiko für sie, vor allem dann, wenn Wang sie erst einmal zur Jagd freigegeben hatte. In jeder größeren Stadt auf der Welt lebten Thais und Chinesen, sie würde sich ihres Lebens niemals wieder sicher sein können.
    
    Nori versuchte, einen klaren Kopf zu bewahren, die aufkeimende Furcht zu verdrängen und ihre, aus der nicht gefundenen Lösung ihres Problems resultierenden Unsicherheit vor dem Rechtsanwalt zu verbergen.
    
    „Haben Sie mich gehört, Mistress?"
    
    Für einen Augenblick hatte der Anwalt die Etikette vergessen. Die Domina neigte ihren Kopf zur Seite und blickte ihren Sklaven nachdenklich an. Vielleicht musste sie ihren Kopf erst einmal freibekommen?
    
    „Bitte, Herrin, entschuldigt, ich ..."
    
    Die Thai-Domina ließ ihre rechte Hand in sein Gesicht krachen, woraufhin der Anwalt augenblicklich verstummte. Nichts würde sie jetzt noch davon abhalten können, ihn entsetzlich leiden zu lassen.
    
    Sie griff nach seiner Leine und zog ihn hinter sich her. Doktor Katanaa beeilte sich, seiner Herrin zu ...
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