1. Das Bangkok Syndikat 14


    Datum: 19.09.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... ehemaliger Günstling Widerstandsgeist und beließ ihre Frage ohne Erwiderung. Nori aber hatte ihn vollends unter Kontrolle. Begleitet von brutalen Schmerzen drang ein gleißendes Licht durch die Lider hindurch in seine Augen.
    
    „Antworte, oder du erblindest."
    
    Voller Panik saugte er Luft durch die engen Schläuche in seiner Nase, nach wenigen Sekunden wieder aus. Gab sich Nori nun endlich zufrieden?
    
    „Gut! Wir lagern dich jetzt für einige Tage ein. Ruhe dich aus, du wirst deine Kräfte noch brauchen."
    
    Einlagern? Was meinte sie denn damit? Wie gern hätte er sie gefragt. Sein Körper wurde angehoben und umgebettet.
    
    „Bringt ihn rüber ins Schauhaus. Nummer vierzehn gehört ihm."
    
    Die beiden Männer fielen vor der Domina auf die Knie, küssten ihre Stiefel voller Inbrunst und erhoben sich dann, um dem Befehl Folge zu leisten. Nori begleitete sie, schlug ab und an grundlos mit einem mittelangen Gummiknüppel auf sie ein, bis sie den pathologischen Bereich erreicht hatten. Schublade vierzehn wurde von einem der Knechte geöffnet, Long fest auf der darin befindlichen Bahre festgeschnallt. Nori verband sämtliche Schläuche mit einer Vorrichtung, die am Fußende der Liegestatt befestigt war.
    
    „Ich sehe in vierundzwanzig Stunden nach dir. Du kannst mir dann sagen, wie du dich fühlst und ob du mir bedingungslos gehorchen und dienen willst."
    
    Long röchelte, während seine Augen sich mit Tränen füllten. Vierundzwanzig Stunden hatte sie gesagt? Wie sollte das nur auszuhalten sein? Er ...
    ... wurde doch schon jetzt beinahe wahnsinnig.
    
    Er spürte eine Bewegung, hörte Rollgeräusche, spürte einen dumpfen Ruck. Dann wurde es still um ihn herum. Vollkommen still, als wäre er lebendig begraben worden.
    
    Vierundzwanzigster Tag, morgens, Bangkok
    
    Dr. Katanaa war ein beherrschter Mann. Doch die Nachricht, die er von Maria Silami erhalten hatte, bereitete ihm große Sorge. Der Ermittler hatte den Weg zu Nori gefunden und es würde mit Sicherheit nicht mehr allzu lange dauern, bis er mit ihr in Kontakt treten würde. Er musste sie dringend warnen, ihr helfen, sich vorzubereiten, falls dieser Fall eintreten sollte. Doch in welcher Art und Weise sollte man Chais Fragen begegnen? Wie seine Suche ins Leere laufen lassen? Er kannte Noris Pläne und wusste, dass sich bereits mehrmals Homosexuelle an den Deutschen vergangen hatten. Er seufzte. Nicht nur seine Herrin, auch er selbst befand sich in großer Gefahr.
    
    Endlich stand er vor dem Einfahrtstor des Krankenhauses. Er hatte mehrmals vergeblich versucht, die Domina telefonisch zu erreichen, es war keine Verbindung mit ihrem Handy zustande gekommen. Die Zeit drängte jedoch und so hatte er sich auf den Weg gemacht, sie persönlich aufzusuchen. Der Doktor drückte auf den Knopf der Sprechanlage und wartete geduldig. Es dauerte einige Momente, bis sich eine der Damen bequemte, sich dem Ankömmling zu widmen. So früh am Morgen war dies nicht ungewöhnlich, zumal es um diese Tageszeit im Club Bizarr noch relativ ruhig war.
    
    „Ja?"
    
    Die ...
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