1. Das Bangkok Syndikat 14


    Datum: 19.09.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... weibliche Stimme aus dem Lautsprecher klang genervt, ungeduldig und alles andere als freundlich.
    
    „Doktor Katanaa hier. Ich möchte in einer dringenden Angelegenheit mit Mistress Nori sprechen. Es ist sehr wichtig."
    
    Es blieb eine Weile ruhig, dann knackste der Lautsprecher und die Stimme erklang erneut.
    
    „Sie will um diese Zeit nicht gestört werden. Versuchen sie es in zwei Stunden nochmals. Dann beginnt sie ihre erste Runde."
    
    „Warten Sie!"
    
    Wut breitete sich in dem Juristen aus. Er hatte keine Zeit für solche Spielchen. Erbost drückte er den Knopf der Klingel aufs Neue.
    
    Wieder knackste der Lautsprecher, die Stimme der Frau am anderen Ende der Gegensprechanlage klang überaus erzürnt.
    
    „Verpiss dich endlich, du Wichser, oder ich sorge dafür, dass man dir Manieren beibringt!"
    
    Doktor Katanaa brüllte jetzt, er hatte die Schnauze endgültig voll.
    
    „Gut, dann werde ich Mistress Nori berichten, dass man mich daran gehindert hat, ihre Sache zu vertreten. Ich freue mich schon darauf zu hören, wie sie sich bei Ihnen bedanken wird."
    
    Der Lautsprecher blieb stumm, der Anwalt hörte jedoch, dass die Dialogtaste nach wie vor aktiviert war. Endlich klickte es im Torschloss und die damit gesicherte Durchgangstür schwang auf. Ein anderer Passant schien auf das Tor aufmerksam geworden zu sein und warf einen neugierigen Blick in den Innenhof. Doktor Katanaa sah ihn fragend an, unschlüssig, ob der Mann ebenfalls Zutritt begehrte. Der aber schüttelte seinen Kopf, nickte dem ...
    ... Anwalt zu und wechselte auf die andere Straßenseite.
    
    Eine Frau mit weißblonden Haaren, die, zu einem Zopf gebunden, über ihren Rücken bis zu ihrem Gesäß reichten, kam dem unwillkommenen Besucher entgegen.
    
    „Ich habe Mistress Nori schon Bescheid gesagt. Ich soll sie nach unten bringen."
    
    Dem Doktor wurde schwindlig, es war wirklich nicht der passende Zeitpunkt, um durch die Hand seiner Domina zu leiden. Er blickte auf seine Hände. Die letzte Session war eine Grenzerfahrung für ihn gewesen. Etwas Derartiges wollte er nie wieder erleben müssen.
    
    Er löste sich aus dem Gedanken und sah die Domina verstört an, die regungslos vor ihm stehengeblieben war.
    
    „Müssten sie dann nicht vorausgehen, wenn ich ihnen folgen soll?"
    
    Eine Erschütterung riss sein Gesicht zur Seite, augenblicklich fing seine Wange höllisch zu brennen an.
    
    „Zieh dich aus und geh auf die Knie!"
    
    Der Rechtsanwalt verdrehte die Augen. Warum konnte Mistress Nori nicht ein einziges Mal auf ihre Rolle verzichten? Es war nun wirklich keine Zeit für ihre Spiele.
    
    „Hören sie bitte, es ist wichtig, dass ich die Herrin unverzüglich spreche."
    
    Doktor Katanaa sah noch, dass die Domina mit ihrem rechten Bein weit nach hinten ausholte, dann krachte der Spann ihres Fußes auch schon in seinen Schritt. Er hörte ihr heiseres Lachen, während er, von unsagbaren Schmerzen erfüllt, vor ihr zu Boden ging.
    
    „Muss ich dich noch einmal auffordern, mir zu gehorchen, Sklave, prügle ich dich windelweich."
    
    Der Jurist gab ...
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