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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... auf ihre harten Erziehungsmethoden verzichten müssen würde. Sie würde alles daran setzen, ihn erst wieder aufzubauen, um ihn dann endgültig zu dem zu formen, was sie sich wünschte. Ihre Gedankengänge wurden von ihrem Handy unterbrochen, das auf dem Beistelltisch neben dem Bett zu surren begann. Am Display erschien Doktor Katanaas Nummer, sie durfte diesen Anruf nicht ignorieren. „Was willst du?" Ihr herrischer Tonfall schien die Luft regelrecht zu zerschneiden. Augenblicklich begann Christian wieder zu hyperventilieren, sein Körper verfiel erneut in dieses seltsame Zittern, das Nori derart beunruhigt hatte. Woher sollte er in seinem Zustand auch wissen, dass ihre Worte nicht ihm gegolten hatten? „Es ist soweit, Herrin. Ich denke, man wird in Kürze Kontakt mit Ihnen aufnehmen, um zu verhandeln. Die näheren Umstände über den Verbleib der Jungen konnte nämlich bereits aufgeklärt werden. Ihr hattet also recht, es werden sich aber sicherlich einige Möglichkeiten für uns ergeben, wenn wir es vorsichtig anstellen." Nori nickte und wollte ihre weiteren Befehle harsch übers Telefon übermitteln, doch Christians Zustand gebot ihr Mäßigung und so zwang sie sich zur Ruhe. „Du kennst meine Bedingungen. Mein Sklave bleibt bei mir, die beiden anderen können gehen, sobald Wang zerstört oder tot ist. Sollte man versuchen, mich zu hintergehen, leitest du die entsprechenden Schritte ein." Doktor Katanaa bestätigte, die Anweisungen verstanden zu haben und im Bedarfsfall ...
... entsprechend umzusetzen. „Hast du jetzt endlich etwas über diesen Schnüffler herausgefunden?" „Ja, Herrin, ich habe ihn heute sogar persönlich kennengelernt." Nori war erstaunt, solch einen Fortschritt hatte sie dem Rechtsanwalt nicht zugetraut. „Wo?" „Bei Frau Doktor Silami, Alains Mutter. Ich habe mich mit ihr angefreundet, sie vertraut mir und meinem Urteil." Neunundzwanzigster Tag, nachmittags, Bangkok „Warum warst du so lange weg? Du hättest doch genauso gut auch hierbleiben können, während Deines Telefonats. Ich verstehe doch so oder so kein Wort." Maria Salami blickte den Rechtsanwalt aufmerksam an, der soeben aus dem Badezimmer zu ihr zurückgekommen war. „Entschuldige, Maria, aber in geschäftlichen Dingen habe ich eben meine Prinzipien." Sie nickte verständnisvoll und klopfte neben sich auf die weiche Matratze des Doppelbettes. „Komm wieder zu mir. Ich glaube, dieser Moment der Ruhe hat uns beiden einiges an Kraft wiedergegeben." Doktor Katanaa lächelte, näherte sich dem Bett und legte sich an ihre Seite. Er fühlte sich an seine Jugendzeit erinnert, als sich das Sexuelle noch weit entfernt an seinem Erlebnishorizont abzuzeichnen begann. Tatsächlich mochte er diese nüchterne, kühle Frau sehr, zumal auch sie ihm immer mehr Interesse entgegenbrachte, obgleich sie vorgab, glücklich verheiratet zu sein. Maria lächelte den Thailänder an, der ihr so aufopfernd und selbstlos geholfen hatte. Selbst seine Geschäfte schien er für sie ...