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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Schade, mein letzter Besuch bei Ihnen ist schier unvergesslich für mich und ich hätte mich nur zu gern tiefer in diese Welt entführen lassen. Es reut mich sehr, Ihre kostbare Zeit verschwendet zu haben, bitte glauben Sie mir das. Ich darf mich jetzt verabschieden." Er wartete ihre Antwort nicht ab und legte auf. Sie würde sich melden, dessen war er sich sicher. Erwartungsvoll blickte er auf das Handy in seinen Händen, doch es blieb stumm. Die Minuten verstrichen, sie schien nicht bereit zu sein, ihre Würde an ihn zu verkaufen, indem sie von ihrer Einstellung abweichen würde. Er ärgerte sich sehr, dass er diese Frau derart falsch eingeschätzt hatte. Er legte das Telefon beiseite, als es erneut zu klingeln begann. Dreimal ließ er es wieder klingen, dann hob er ab. „Hallo?" Es war Jasmins Stimme, die aus dem Lautsprecher klang. „Mistress Nori kommt zu Ihnen ins Hotel, ist aber sichtlich verärgert über Ihr Verhalten. Sie sollten sich schon mal auf eine harte Strafe einstellen, meinte sie noch. Hoffentlich haben Sie sich da nicht zu viel aufgeladen, mein Lieber." Jasmin lachte herzlich, wünschte einen guten Tag und verabschiedete sich. Chai aber rieb sich die Hände. Diese Runde hatte er gewonnen. Einunddreißigster Tag, nachmittags, Bangkok „Chai? Kann ich reinkommen?" Der Detektiv nickte Viktor zu, einem großen Kasachen mit überaus kräftigem Körperbau, der schon oftmals in heiklen Situationen für den notwendigen Schutz des Ermittlers gesorgt ...
... hatte. „Du kannst ihn hereinlassen, er gehört zu uns." Der zwei Meter große Muskelmann nickte und öffnete die Tür. Arlak staunte nicht schlecht, als er den Hünen erblickte. Er vergaß den Unbekannten zu grüßen und ging mit sichtlich verwirrtem Blick an Chais Leibwächter vorbei ins Zimmer. „Was ist das denn für ein Schlagetot? Da weiß man ja gar nicht, ob man sich vor Angst einlullen oder vor Geilheit einen Steifen bekommen soll." Chai lachte, während Viktor seinen Kopf ungehalten schüttelte. Der Leibwächter sprach selbst fließend thailändisch und hatte Arlaks Worte verstanden. „Ich halte es für sinnvoll, entsprechende Maßnahmen zur Gewährleistung meiner Sicherheit zu treffen. Dieser Frau traue ich nämlich alles zu. Viktor ist da genau der richtige Mann für solche Fälle, hat mir schon einige Male den Kopf gerettet. Ich vertraue ihm vorbehaltlos." Arlak verstand und warf noch einmal einen ehrfürchtigen Blick auf den großen Mann. „Und was soll ich dann hier? Ich dachte, ich soll Deinen Leibwächter spielen?!?" Arlak holte einen Elektroschocker aus seiner Tasche und zeigte ihn Chai voller Stolz. Viktor aber grinste sich eins im Hintergrund, dieser Junge schien doch tatsächlich zu glauben, Chai schützen zu können. „Ich brauche dich, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Ich rechne nicht damit, dass Mistress Nori alleine kommt. Sie wird sich, genauso wie ich, zu schützen wissen." Arlak gab zu, nur Bahnhof zu verstehen. „Erkläre mir einfach, was ich machen soll, ...