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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... noch an, als ob ein Steppenfeuer darauf wüten würde. „Wenn ich alle drei befreien kann, werde ich das tun. Aber auch mit zweien gebe ich mich zufrieden, notfalls auch nur mit einem. Weißt du überhaupt, wie oft solche Verhandlungen im Nichts verlaufen? Willst du die Jungen etwa tot sehen? Arlak, ich tue wirklich alles in meiner Macht Stehende, glaub mir das bitte. Aber wenn es hart auf hart kommt, nehme ich das, was ich kriegen kann." Fassungslos starrte der Junge auf seinen Onkel, dessen Worte ihm zutiefst missfielen. „Und was passiert jetzt?" Chai überlegte kurz. „Ich werde den Silamis Bericht erstatten. Hoffentlich nimmt das alles einen guten Ausgang." „Du hast also Bedenken, ob die Angelegenheit ein gutes Ende nimmt?" Der Detektiv sah sich nochmals suchend im Zimmer um, dann gab er seinem Bodyguard mit einem Nicken zu verstehen, das Zimmer verlassen zu wollen. „Ja, Arlak. Ich fühle mich nicht gut bei dieser Sache." Zweiunddreißigster Tag, morgens, Bangkok „Kim! Kim!" Alain rüttelte an der rechten Schulter der blonden Thailänderin. „Wach auf!" Schlaftrunken richtete sich die junge Frau auf und betrachtete den wieder zur Tür geeilten jungen Deutschen. Das rechte Ohr fest an die Tür gepresst versuchte Alain, das Geschehen am Gang mitzuverfolgen. „Nori ist da draußen! Ich habe sie gerade noch reden gehört." Kim seufzte, glitt von der Liegestatt und begann sich anzukleiden. „Ich nachsehen. Du Bett gehen." Alain zögerte ...
... einen Moment, kam dann ihrem Wunsch aber nach und legte sich auf die Matratze, während Kim sich weiter ankleidete. Als sie aber schließend aber mit Hals- und Handfesseln neben ihn an die Bettkante setzte, wollte er sich ihr entziehen. „Hey? Was soll denn das jetzt?" „Ich dich festmachen, Alain. Nori sonst wütend sein." In ihrer Miene las er keine Angst, eher einen Anflug tiefer Entschlossenheit. Nach kurzer Überlegung ließ der junge Deutsche seinen inneren Widerstand fallen. Kim war schließlich seine einzige Verbündete in dieser Hölle, die Beziehung zu ihr wollte er durch nichts gefährden. Seitdem sie diesen Brief abgeschickt hatte, pendelte sie unentwegt wischen Angst und Hoffnung. Er spürte deutlich, wie sehr sie am Erfolg ihrer Botschaft zweifelte. Einander im Klang überlagernde Schritte drangen durch die Tür in die Zelle. Nori kam also nicht alleine. Kim warf Alain einen unsicheren Blick zu, dann öffnete sie die Zellentür. „Guten Morgen, ihr beiden." Nori ignorierte Kims Antwort und deutete auf Alain. Zwei stämmige Sklaven betraten in Zelle, packten den Deutschen und führten ihn nach draußen auf den Gang. „Was soll das? Was hast du mit ihm vor?" Aufkommende Angst begann die blonde Domina zu lähmen. „Wir machen sie hübsch. Nichts weiter. Komm Alain! Tom wartet schon auf uns." Der Deutsche starrte die Domina an, unfähig, seine Angst vor ihr zu verbergen. Hilfe suchend sah er sich zu Kim um, die der seltsamen Gruppe mit einigen Schritten Abstand ...