1. Das Bangkok Syndikat 16


    Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... ich haben die Möglichkeiten, mit den hiesigen Triaden auf Konfrontation zu gehen. Und dieser Christian? Warum sollte einer von Alains Freunden weiterhin in den Fängen dieser Frau bleiben? Sie gehört abgeurteilt, wenn sie mich fragen, und ich habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei, dass ich, als durchaus erfolgreiche und anerkannte Juristin, es plötzlich begrüße, dass in diesem Land noch die Todesstrafe vollzogen wird."
    
    Na Ajutthaja verstand die Alains Mutter durchaus. Auch er konnte sich die Art und das Ausmaß dieser überraschenden Forderung noch immer nicht richtig erklären. Aber genoss er nicht den Ruf, das Unmögliche Realität werden zu lassen? Es würde auch bei dieser Aufgabe eine Lösung geben, nur hatte selbige für ihn noch keine greifbare Gestalt angenommen.
    
    „Wollen Sie mich nun weiterhin anschweigen? Oder hätten Sie vielleicht die Güte, mich an Ihren umfangreichen Überlegungen teilhaben zu lassen?", äußerte die Juristin ihren Unmut.
    
    „Ich nehme diese Forderung ernst und werde mir eine entsprechende Vorgehensweise überlegen. Auf jeden Fall werde ich Ihre Hilfe benötigen und auch die Ihres Gatten, um den nötigen Druck auf die hiesigen Behörden ausüben zu können, damit die tätig werden und uns unterstützen. Wang darf auf gar keinen Fall, sollte er der ersten dunklen Wolken über seinem Haupt gewahr werden, einen Bezug zu dieser Domina und unseren drei Jungen herstellen. Er ist bekannt dafür, kein Risiko einzugehen und Alain, Christian und ihr Sohn stellen ...
    ... für ihn eines da. Denn der Klub, in dem die drei festgehalten werden, gehört ihm."
    
    Chai spürte die Unsicherheit der deutschen Rechtsanwältin, erhob sich aus seinem Sessel und legte ihr seine rechte Hand auf die Schulter. Diese Geste schien sie tatsächlich etwas zu beruhigen.
    
    „Ich habe zumindest etwas für Alain, Tom und Christian erreichen können. Nori fordert von uns Geld, damit sie auf unnötige Härte den drei Jungs gegenüber verzichtet."
    
    Erneut stieg die Zornesröte in das Gesicht der Juristin. Chai aber schüttelte seinen Kopf, als Zeichen, dass sie auf ihren Ausbruch verzichten sollte.
    
    „Wir sollten fürs Erste darauf eingehen, Frau Doktor. Es würde uns helfen, diese Mistress in eine gewisse finanzielle Abhängigkeit zu bringen."
    
    Maria Silami gab auf, ging zu dem stilvollen Sekretär, der in einer Ecke des Zimmers stand, setzte sich und stellte einen Barscheck für den Detektiv aus.
    
    „Wie viel?"
    
    „Ich würde sagen fünftausend Dollar. Ich möchte ein Zeichen setzen, dass es uns ernst ist. Auch damit diese Frau sieht, dass solche Summen durchaus auch in andere Hände fließen könnten."
    
    Die Anwältin nickte, dennoch war ihr nicht wirklich wohl bei der Sache. Was wenn der Detektiv mit dieser Frau gemeinsame Sache machte? Sie wünschte sich ihren Berufskollegen Doktor Kantanaa herbei, der ihr, dank seines wachen Geistes und scharfen Auges, sicherlich mit gutem Rat zur Seite stehen würde.
    
    „Hier, bitte! Veranlassen Sie das Nötige, damit diese Scheiße endlich ein Ende ...
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