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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... findet! Wissen Sie was? Ich hasse Ihr Land mittlerweile! Und ich spucke auf den Abschaum, der sich darin breitmacht." Chai konnte ihr diesen Ausbruch nicht verübeln, Thailand war unbestritten ein von Korruption durchsetztes Land. Auch wenn die grundsätzliche Administration funktionierte, so brauchte man nahezu überall kleine Hebel und Präsente, um seine eigenen Anliegen umzusetzen. „Das kann Stärke und Schwäche zugleich sein, Frau Doktor Silami. Sie werden bald sehen, warum ich so denke." Zweiunddreißigster Tag, abends, Bangkok „Meine Auftraggeber sind einverstanden. Auf welche Weise möchten Sie, dass ich Ihnen das Geld zukommen lasse?" Chais Stimme klang scharf und gereizt. „Ich komme zu dir, das ist mir lieber. Sag mir wo du wohnst!" Der Detektiv hatte allerdings gänzlich andere Vorstellungen. „Nein! Wir treffen uns lieber an einem neutralen Ort." Die Domina ignorierte ihn. „Ich habe dir gesagt, dass ich dir mitteilen werde, wie lange das Geld reichen wird, damit ich meine Äffchen hier in Frieden lasse. Du verkürzt mit diesen sinnfreien Diskussionen diese Zeit gewaltig." Chai bebte innerlich vor Zorn. Immer wieder trat diese schreckliche Szene vor seine Augen, in der diese Frau Tom so brutal geschlagen hatte. Aber auch Arlaks vom Schmerz verzerrtes Gesicht drang ihm wieder ins Bewusstsein. „Gut, ich habe mehrere Wohnungen, es wird Ihnen also nichts bringen." Die Domina am anderen Ende der Leitung lachte. „Doch, bringen wird es mir ...
... sehr wohl etwas, sehr viel sogar. Sorge dafür, dass du allein bist! Wasche und rasiere dich gründlich, wir haben schließlich noch eine Session zu vollziehen!" „Das will ich aber nicht. Ich bin Ihnen mit meinen Zugeständnissen ohnehin schon weit genug entgegengekommen." Die Domina schwieg. „Es würde sich positiv auf unser Verhältnis auswirken. Du brauchst dich vor nichts zu fürchten, glaub mir. Ich habe genau gespürt, wie sehr dir dein letzter Besuch bei mir gefallen hat." Chai antwortete nicht und überlegte für einen Moment sogar, einfach aufzulegen. Sein Kopf war sofort belegt mit der Vorstellung, was diese Frau mit ihm anstellen würde. Er fühlte nicht nur Angst, sondern auch Erregung. Nein! Diese Frau war gefährlich und auf keinen Fall würde er sich noch einmal freiwillig in ihre Hände begeben. Nori hörte nichts mehr. War er noch da? Hatte sie vielleicht übertrieben? Er hatte ihre Forderungen erfüllt, vielleicht sollte sie sich damit zufrieden geben. Die Domina schüttelte den Kopf. Sie konnte jeden Mann kontrollieren, auch diesen kleinen, erbärmlichen Wicht. Vielleicht musste sie nur etwas behutsamer vorgehen? Sie dachte an Christian. Er hatte seinen Toilettendienst vorhin brav und ohne Zittern verrichtet. Vielleicht hatte er seine Lektion gelernt? „Ich denke, wir lassen unser Gespräch an dieser Stelle enden, Mistress Nori. Ihre Forderungen habe ich erfüllt, Sie allerdings stellen weitere. Ich glaube, ich werde dann doch andere Wege beschreiten, um mein Ziel ...