1. Das Bangkok Syndikat 16


    Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... Konsequenzen für die Jungen nach sich ziehen, Frau Doktor Silami. Diesen Umstand kann man nicht ernst genug nehmen.", fuhr der Ermittler in seinen Erklärungen fort.
    
    Maria Silami wandte sich wieder um und blickte dem Ermittler nun ins Gesicht. Ein Teil der sorgsam in ihrem Gesicht aufgetragenen Schminke war verwischt.
    
    „Aber wie kann man ihnen denn dann helfen? Bitte, Herr Na Ajutthaja, es muss doch eine Lösung geben. Können wir nicht ein Lösegeld anbieten?"
    
    Ihre verzweifelten Augen hingen regelrecht an den Lippen des Ermittlers.
    
    „Bitte, Herr Ajutthaja! Geben Sie mir irgendetwas, woran ich mich festhalten kann."
    
    Der Detektiv überlegte, nickte dann aber schließlich.
    
    „Ich habe Kontakt zu einer Schlüsselperson aufgenommen. Sie weiß noch nichts über mein eigentliches Anliegen, aber ich denke, dass man mit ihr verhandeln kann, wenn der Preis stimmt. Es wäre möglicherweise eine Chance, die Männer aus diesen Strukturen herauszulösen."
    
    Doktor Katanaa warf Chai einen seltsamen Blick zu.
    
    „Sie meinen diese Domina?"
    
    „Ja. Sie scheint in diesem Haus eine wichtige Rolle innezuhaben. Außerdem scheint sie sehr auf Geld fixiert zu sein und somit ließe sie sich vielleicht in eine gewisse Richtung lenken. Es wäre ein erster, behutsamer Versuch."
    
    Der Rechtsanwalt überlegte kurz und stellte dann die nächste Frage.
    
    „Was meinen Sie mit erster, behutsamer Versuch? Und wie wollen Sie weiter vorgehen, wenn dieser scheitern sollte?"
    
    Chai lächelte.
    
    „Ich möchte nicht ...
    ... näher darauf eingehen, aber ich habe die ersten Maßnahmen bereits ergriffen."
    
    Maria Silami schien ihre Beherrschung langsam wiederzuerlangen.
    
    „Gut. Dann beeilen Sie sich damit. Und melden Sie sich täglich bei mir! In diesem Punkt haben wir eine Vereinbarung."
    
    Chai gelobte Besserung.
    
    „Es hat mich gefreut, mein lieber Na Ajutthaja. Ich denke, wir werden in Zukunft öfters voneinander hören. Schließlich wollen wir ja alle einen positiven Ausgang dieser unglücklichen Situation und das Nötige dazu beitragen. Darf ich Sie zur Tür begleiten? Ich werde dann zusehen, dass ich meine Mandantin wieder ein wenig aufbauen kann."
    
    Der Detektiv hatte kein Problem damit, aus dem Hotelzimmer hinauskomplimentiert zu werden. Er sehnte sich nur noch nach seinem Bett und würde bis zum Abend durchschlafen.
    
    „Er ist weg."
    
    Maria nickte dem hageren Mann zu und griff nach seiner Hand.
    
    „Bleibst du noch ein wenig?"
    
    Doktor Katanaa nickte.
    
    „Solange du willst."
    
    Die Frau griff dankbar nach seiner Hand und führte sie an ihre Lippen.
    
    „Ohne dich hätte ich die letzten Tage nicht ertragen."
    
    Doktor Katanaa ging auf seine Knie und sah zu ihr auf.
    
    „Ich mag dich sehr, Maria. Auch wenn es nicht richtig ist, aber ich habe deine Gesellschaft genossen, trotz der widrigen Umstände."
    
    Sie zeigte ein verkniffenes Lächeln.
    
    „Komm! Ich bring dich ins Bett. Ein wenig Ruhe wird dir jetzt guttun."
    
    Maria Silami war nicht mehr Willens, ihn abzuweisen, ließ sich von ihm führen und auf ...
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