1. Das Bangkok Syndikat 16


    Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... das Bett drücken. Ihr Berufskollege war zuvorkommend und zärtlich, half ihr aus den hochhackigen Schuhen und legte ihre Beine vorsichtig auf dem Bett ab. Als er sich wieder von ihr entfernen wollte, hielt sie ihn zurück.
    
    „Leg dich ein wenig zu mir, ich möchte jetzt nicht allein sein."
    
    Der Anwalt schwindelte. Er mochte diese Frau, sehr sogar. Doch was bedeutete das für sie und ihn? Sie war verheiratet und er selbst ... Er dachte an seine Herrin. Würde Sie davon erfahren ... Er wagte nicht, diesen Gedanken zu Ende zu führen.
    
    Achtundzwanzigster Tag, mittags, Bangkok
    
    „Wach auf!"
    
    Mühsam öffnete Christian seine Augen. Er war am Ende seiner Kräfte, hatte nach der grausamen Abstrafung, die er vor einigen Stunden durch Nori erfahren hatte, die ganze Nacht kniend vor ihrem Bett verbracht. Sie hatte ihm keinerlei Möglichkeiten gelassen, sich zu bewegen, Hand- und Fußgelenke aneinander gekettet und eine Distanzstange zwischen seinen Schulterblättern und der Spreizstange zwischen seinen Fußknöcheln fixiert, damit er, in diese schmerzhafte Haltung gezwungen, in einem ständigen Leidenszustand verblieb. Seine Haut, an vielen Stellen stark gerötet und mit breiten, tiefroten Striemen bedeckt, zeigte überdeutlich, wie sehr sie ihm zugesetzt hatte.
    
    Ausgelaugt und mit vom Dauerschmerz zermürbten Gesicht blickte er zu ihr auf. Er war zu keinem klaren Gedanken mehr fähig, Schmerz und Qual verwehrten seinem Bewusstsein jeglichen Freiraum.
    
    Nori ging vor ihm in die Hocke, hob ...
    ... ihre von schwarzem Leder bedeckten Hände und streichelte seine Wangen. Sie konnte durchaus zärtlich sein, wenn sie es wollte und hatte es ihm auch schon einige Male bewiesen. War das wieder einer dieser Momente, ein Zeichen vielleicht, dass er genug gelitten und sie ihm endlich verziehen hatte?
    
    Nein! Er brachte nicht einmal mehr Angst auf, als er ihre rechte Hand ausholen und dann kraftvoll in sein Gesicht schmettern sah. Er stöhnte, wimmerte, biss sich auf die Zunge. Nori ließ ihre Hände im steten Wechsel in sein Gesicht schlagen, so fest, dass er beinahe zur Seite hin umkippte. Tränen liefen seine Wangen hinunter, die sich heiß und geschwollen anfühlten. Die Domina über ihm aber zeigte keinerlei Emotion. Sie schien in ihm nur noch einen Gegenstand zu sehen, den sie, ihren eigenen Wünschen entsprechend, bearbeitete, wie sie es für richtig hielt. Endlich hatte sie aufgehört, streichelte wieder zärtlich über seine entstellten und blutrot gefärbten Wangen, kam dann näher und umarmte ihn wie ein kleines Mädchen ihre übergroße Spielzeugpuppe.
    
    „Ich helfe dir, Christian. Wir schaffen das zusammen. Hab keine Sorge, ich gebe dich nicht auf. Niemals!"
    
    Entgeistert sah er sie an, verstand den Sinn hinter ihren Worten nicht. Sie aber stand auf, ging um ihn herum und löste seine Fesseln. Christian stieß einen heiseren Schrei aus, als seine verkrampften Muskeln ihrem Drang nach Bewegung folgten.
    
    Wie ein nasser Sack fiel er zur Seite, zuckte und krampfte, fand schließlich eine ...
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