1. Wiener Glut, tut gut. 02


    Datum: 04.05.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bywitiko

    ... Modalitäten meines Arbeitsvertrages erledigt hatten, fragte sie mich, wie es dem alten Professor ginge und ob er immer noch so anal fixiert sei. Vor lauter Schreck rutsche mir Stück Kuchen von der Gabel. Uschi lehnte sie sich zurück und schnipste mit dem Finger einen Krümel vom Revier ihres Sakkos. Grinsend meinte sie, dass sie damals das summa cum laude nicht wegen ihrer juristischen Kenntnisse bekommen hätte. Woast was i mein? Sie und die leider viel zu früh verstorbene Gattin des alten Schwerenöters wären damals die Hits in den einschlägigen Clubs in Berlin gewesen. De Gute hatte immer seinen Spaß daran gehabt, wenn seine Studentin und seine Frau in Gangbangs durchgenommen worden seien und er selbst dabei seinen Arsch bepudert bekommen hätte.
    
    Hoast ihm auch die Freid gemacht?
    
    Ich nickte, antwortete das mit den Gangbangs eher weniger, das andere schon. Das mit dem Rudelficken hätte ich erst in Wien kennengelernt. Ihr Augen weiteten sich vor Neugier.
    
    Erzöll, i wull alles wissen, sie trank einen Schluck Kaffee.
    
    Wahrheitsgemäß berichtete ich von Erwin, seinen Freuden, vom Beisl und dem Taxler. Uschi wurde unruhig und rutsche auf ihrem Stuhl hin und her. Die Erzählung von Harald und Irene begleitete sie mit breitem Gelächter.
    
    Gut hätte ich es erwischt, meinte sie, als ich zu ende war. Bei ihr liefe es nicht ...
    ... so gut, ihre Mine verfinsterte sich.
    
    Warum?
    
    Ach woast die Manderl hier, die i kennenlerne, sind auwei Geleckte. Die laden mich in irgend ein Nobelrestaurant ein, tippen mit ihren manikürten Fingern in der Speisnkoarte auf irgendwelche teuren Gerichte und erklären mir, was sie für tolle Hechte im Karpfenteich sie sind. Dabei wull i doch nur geschnackselt werdn. Sie hob die Augenbrauen.
    
    I wull was dreckertes, einfach ohne großes Rumgetue, am liebsten glei in der Toilett gepudert wern und als Süßseipsn ihr Safterl. Aber die Burschn müssen immer so auf elegant machen. So wird dös nix. Aufseufzend hob sie die Augen gen Himmel. Jetzt würde sie mir ein kleines Geheimnis verraten. In Berlin hätten sie die Kerle immer Usch die Musch genannt.
    
    Konnte ich mir nichts darunter vorstellen.
    
    I rasier mir nur alle drei Tage mei Dosel und wenn die Haar dann nachwachsen tun und jucken, werd ich so was von gampig. Dös hatten sich such die Berliner Stöpsler gemerkt und gemeint: die drei Tage Musch will mal wieder bedient werden.
    
    Jetzt wurde ich unruhig. Tolle Sache, sollte ich auch mal probieren.
    
    Zum Abschied drückte sie mich. Heiß war sie, die Hitze sprang auf mich über. Aber sie war meine zukünftige Chefin, da war Zurückhaltung angesagt. Wenn ich mal wieder ins Beisl gehen würde, käme sie gerne mit, zwinkerte sie mir zu. 
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