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Die Burg Kapitel 03
Datum: 08.06.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... obersten Raum sein!", meinte ich und sah ihn dabei an. Er zuckte etwas zusammen, meinte aber: „Ich werde sehen, was sich da machen lässt! Ach ja, bevor ich es vergesse!", meinte Conlin, „Hier im Wirtschaftsgebäude, wäre genug Platz, dass ihr hier, während der Arbeit, wohnen könntet. Ihr müsst es nur sagen, dann werden wir alles soweit herrichten lassen. Ihr könnt auch weiterhin im Gasthaus nächtigen, wenn es euch mehr beliebt!" Ich nickte, ließ die Antwort darauf offen. Stattdessen sagte ich: „Ich denke, ich werde heute damit anfangen, die Zinne auf der Wehrmauer auszubessern. Der Tag ist jung und es gibt für mich einiges zu tun!" „Macht das!", meinte Conlin. „Ihr wisst, wo ihr mich findet!" Damit drehte er sich um und verschwand durch die Tür. Dann machte ich mich daran, meine zukünftige Werkstatt einzurichten, wie ich es haben wollte. Nach drei Stunden war ich damit fertig. Dann fand ich eine, natürlich neue, Schubkarre, und brachte damit, diverse Materialien zur Wehrmauer. Wenig später fing ich mit den Ausbesserungsarbeiten an. Ich merkte kaum, wie es langsam zu dämmern anfing und da ich mit dem gesteckten Ziel, für den Tag fast fertig war, wollte ich damit nicht aufhören. Also machte ich weiter, bis ich nichts mehr sehen konnte. Doch ich hatte es geschafft. Als ich mich umsah, konnte ich im ersten Stock ein beleuchtetes Fenster sehen, hinter dem jemand stand, sich aber nicht rührte. Es war zwar weit weg, aber ich meinte, die Gräfin zu erkennen. Wie ...
... lange sie dort gestanden hatte, konnte ich nicht sagen. Dafür hatte ich mich zu sehr auf meine Arbeit konzentriert. Als ich mich jetzt streckte und hinauf sah, verschwand die Person und nur das erleuchtete Fenster blieb erhalten. Da es nicht aussah, als wenn es einen Wetterumschwung geben würde, ließ ich alles liegen, wo es gerade lag und ging zu Conlin. Er sollte mir das Tor aufschließen, damit ich zurück zum Gasthaus konnte. Zwanzig Minuten später stand ich vor dem Tor und ging langsam durch die weit fortgeschrittene Dunkelheit. Immerhin hatte ich eine Zinne geschafft. Nicht viel, aber angesichts der wenigen Zeit, nicht schlecht. Langsam schlenderte ich zurück, und da niemand da war, außer meine Wenigkeit, pfiff ich fröhlich vor mich hin. Wenn ich es mir richtig überlegte, hatte ich es nicht schlecht getroffen. Ein neuer Job, der mir für die nächste Zeit genug Arbeit bot. Eine Bezahlung, die etwas merkwürdig war, aber vielleicht gar nicht schlecht, besonders angesichts der Tatsache, dass ich für das Wohnen und alles andere, nichts ausgeben musste. Dazu kam, dass ich mein eigener Herr war. Kein Chef in dem Sinne über mir, zumindest konnte und würde mir keiner dazwischen reden. Was wollte ich mehr? Am Gasthof angekommen, frage ich mich, was es heute zu essen geben würde. Die letzten zwei Mahle waren ein Gedicht gewesen und eigentlich nicht mehr steigerungsfähig. Ach ja, mein Auto war weg. Doch wie mir der Wirt bestätigte, war es zur Reparatur abgeholt ...