1. Die Schaufensterpuppe Kap. 09


    Datum: 25.07.2023, Kategorien: Fetisch Autor: byHeMaDo

    ... einem normalen Rahmen befanden. Eines dieser Bilder, es war lebensgroß und zeigte eine Puppe, die mit Bildern von M. C. Escher bemalt war und eine Katze streichelte, gefiel mir so gut, daß ich es mir selbst im Wohnzimmer an die Wand hängen würde. Doch ein Wohnzimmer hatte ich genauso wenig wie überhaupt eine eigene Wohnung.
    
    Aus den Unterhaltungen der Puppen erfuhr ich, daß diese in dem Haus, in dem sich die Galerie befand, eigene Zimmer hatten, in denen sie wohnten, solange diese nicht geöffnet hatte und daß sie auch bezahlt wurden. Nachdem Julia ihnen erzählt hatte, was passiert war, zogen sie auch Gertrud und mich in ihre Unterhaltungen mit ein und ich erfuhr, daß sie zwar nicht all zu viel bekamen, dafür aber kostenlos hier wohnten und nach Feierabend, wenn die Galerie schloss, tun konnten, was sie wollten und auch oft ausgingen. Einige hatten es sogar geschafft, einen Freund oder eine Freundin zu finden, die sie so akzeptierten, wie sie jetzt waren.
    
    Mir fiel auf, daß Julia die Einzige war, die noch die Folie vor den Augen hatte. Als ich sie darauf ansprach, erklärte sie mir, daß Frau Weber das so gewollt hatte, damit sie besser als Schaufensterpuppe vor dem Laden stehen konnte, ohne daß es auffiel.
    
    Von irgendwo her hatten einige der Puppen Cola und Knabbereien geholt, von denen wir aßen und tranken, während wir uns unterhielten. Doch nach einer Weile kam die Frau vom Empfang herein und sagte, daß die Stunde um war und sie die Galerie wieder öffnen wollte, da ...
    ... sich vor der Tür auch bereits einige Besucher befanden, die sie ansehen wollten.
    
    Die Puppen verabschiedeten sich noch einmal herzlich von Julia und stellten sich zurück auf ihre Podeste. Ich konnte mich täuschen aber ich glaubte, daß keine auf dem selben Podest stand, wie vorher und alle hatten, wie ich glaubte, auch andere Posen eingenommen.
    
    Auch die beiden Puppen aus der Kiste gingen in diese zurück und Julia schloss diese wieder. Die vier Puppen aus dem Flur verließen uns ebenfalls und steckten ihre Köpfe wieder in die Bretter an der Wand. Nun erst fiel mir auf, daß ganz links zwei Aussparungen waren durch welche die hinter dieser Öffnung stehende Puppe ihre Brüste heraus streckte. Neben diesen, auf einer Tafel, stand, daß es erlaubt und sogar erwünscht war, diese anzufassen.
    
    Doch keiner der Besucher, die nun herein kamen, es waren für diese Tageszeit ziemlich viele, fand ich, machte Anstalten, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Wahrscheinlich würden die Leute wohl warten, bis sie sich unbeobachtet fühlten, vermutete ich.
    
    Nachdem Julia sich auch von den vier Puppen im Flur noch einmal verabschiedet und ihnen versprochen hatte, sie zu besuchen, verließen wir die Galerie und gingen gemütlich zum Auto.
    
    Julia schien es bereits wieder besser zu gehen, zumindest weinte sie nicht mehr und lächelte gelegentlich, während wir etwas über die Galerie scherzten.
    
    Nachdem wir beim Auto angekommen waren, dauerte es nur wenig mehr als eine halbe Stunde, bis Gertrud dieses ...